Traunsteiner Schlachthof

Zwei Millionen Euro für Schlachthof

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Traunstein - Der Traunsteiner Schlachthof wird immer gefragter. Aus diesem Grund erhält er nun weitere zwei Millionen Euro zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

„Im Traunsteiner Schlachthof werden weitere 2 Millionen Euro zur Verbesserung der Hygienestandarts, der Infrastruktur und Schaffung von zusätzlichen Kühlkapazitäten investiert. Mit den Investitionen von 3 Millionen Euro in den letzten Jahren, stärken wir damit die Marktposition des Schlachthofes“. Das erklärte dessen Leiter, Josef Kaiser, bei einem Fachgespräch zur Marktsituation für die Rinderhalter in der Region, mit dem CSU Kreisverband Traunstein. Kreisvorsitzender Klaus Steiner stellte fest, dass mit über 250 geschlachteten Rindern pro Tag, der Traunsteiner Schlachthof eine tragende Säule für die Rinderzüchter in Südostbayern und damit ein wichtiger Faktor für die bäuerlichen Landwirtschaft ist.

Josef Kaiser erläuterte die Grundstruktur des Unternehmens, einem Zusammenschluss der Traunsteiner und Miesbacher Erzeugergemeinschaften „Schlachtvieh“. Seit 2004 ist die Betreibergesellschaft, in dem von der Stadt gepachteten Schlachthof, für die Erfassung, Organisation, Transport und Viehannahme zuständig. Das Schlachten, Wiegen bis zum Klassifizieren und dem Verkauf der Tierkörper erfolgt durch die Firma „ Alpenrind“ aus Salzburg. Georg Klausner lobte die Investitionen der Betreibergesellschaft, weil nur so der Schlachthof Traunstein der wachsenden Anforderung an Hygiene und Qualität gerecht werden und sich am Markt behaupten könne.

Schlachthof immer gefragter

Kreisrat Markus Fröschl sprach die Auslastung des Traunsteiner Schlachthofes an, die nach seinen Informationen deutlich zugenommen hätte. Tatsächlich sind die Schlachtungen in Traunstein in den letzten 4 Jahren von 50.000 auf zuletzt 54.000 gestiegen. Diese Zahlen, so Markus Fröschl, zeigen wie wichtig der Schlachthof Traunstein für die Vermarktung, den Absatz von hochwertigen Rindfleisch aus der Region ist. „Die Zusammenarbeit der Alpenrind Bayern, welche zur Alpenrind Salzburg gehört, mit dem Schlachthof Traunstein, war ein wichtiger Schritt für den Absatz von Rindfleisch aus der Region, wir sind damit ein starker Wettbewerber auf dem Markt“, sage Kaiser. Erzeuger aus Südostbayern und Österreich zeigen damit regionale und internationale Präsenz auf dem Rindfleischmarkt.

Wie differenziert der Markt ist, sei darin zuerkennen, dass vor allem Vorderviertel für Hamburger gefragt seien. Exakt definierte Vorgaben der Produktion und ein striktes Qualitätssicherungssystem seien die Voraussetzungen dafür, dass weltweit ein gleichsam genormter und in jedem Fall gesundheitlich einwandfreier „Hamburger“ in die Semmel komme. Weniger bekannt sei die Herkunft des Fleisches, aus dem diese „Hackfleisch-Taler“ hergestellt werden. Allein aus Bayern kommen die Vorderviertel von mindestens 200.000 Kühen so zu einer Verwertung, die den Erzeugerpreis nachhaltig stützt. Während für das „Hamburgerfleisch“ aus Kuhvordervierteln der Absatz abgesichert sei, stehe man mit den Hintervierteln sowie mit den Schlachtkörpern anderer Kategorien, etwa Jungbullen in Konkurrenz zu den Anbietern am Markt in ganz Europa. “Der Traunsteiner Schlachthof und die Rinderhalter aus der Region stellen sich den Qualitätsanforderungen der Verbraucher und dem Interaktionen Markt“, betonte Kaiser abschließend.

Pressemitteilung Bayerischer Landtag

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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