Ausgrabungen auf der Rückseite

Was rund um die Klosterkirche schon alles gefunden wurde

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Traunstein - Die Sanierungsarbeiten an der Klosterkirche laufen auf vollen Touren - bei den Ausgrabungen wurden dabei immer wieder Überraschungen entdeckt.

Knochen und Keramik machen 99 Prozent aller Funde aus.

Bis Ende 2018 soll die Sanierung des Klosterkirchen-Ensembles abgeschlossen sein - insgesamt sind die Bauarbeiten im Zeitplan. Doch bei den Arbeiten tauchen immer wieder auch Überraschungen auf. Ein Team von Archäologen ist momentan dabei, alte Mauern, eine Brunnenanlage und alte Kellerräume freizulegen, die überraschend auftauchten. Sie müssen aus dem 17. Jahrhundert stammen, als auf dem Grund noch ein Kloster war.

Hier sind die Grundmauern des alten Klosters erkennbar.

Auch jahrhundertealte Knochen, Keramik und Tonmurmeln wurden inzwischen schon gefunden: "Knochen und Keramik machen 99 Prozent aller unserer Funde aus", so die Archäologen bei einem Baustellenrundgang am Donnerstag. Die Grundmauern des alten Klosters werden momentan vorsichtig freigelegt, herausgenommen und zu Fundanlagen des Freistaates verbracht. Auftraggeber war dabei das Landesdenkmalamt: "Für den Bauherren müssen wir die Fläche archäologiefrei hinterlassen."

Fotos: Baustellenrundgang an der Klosterkirche in Traunstein

Der gefundene Stahlhelm.

Das ein oder andere Kuriosum tauchte auch schon auf rund um die Klosterkirche: Im März tauchten bei den Arbeiten unter dem Pausenhof der benachbarten Ludwig-Thoma-Schule zwei alte Öltanks auf. Sie waren in den 1980er-Jahren zwar ordnungsgemäß stillgelegt worden, gerieten dann aber in Vergessenheit. Beim Bau der Schule in den 1960er-Jahren wurden sie eingegraben, fassten jeweils 50.000 Liter Öl. Schadstoffe im Boden hinterließen sie nicht. Außerdem kam den Bauarbeitern auch schon ein Stahlhelm der deutschen Wehrmacht aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs entgegen. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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