Andi Schneider bleibt in der Krise positiv

Was dem Sportfachhandel jetzt Hoffnung schenkt

Die Brüder Toni und Andi Schneider sind seit 2002 die Geschäftsführer des Traunsteiner Sportgeschäfts Rad+Sport Schneider.
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Die Brüder Toni und Andi Schneider sind seit 2002 die Geschäftsführer des Traunsteiner Sportgeschäfts Rad+Sport Schneider.

Traunstein - Harte Wochen liegen hinter ihnen und auch was die Zeit nach dem Shutdown wirklich bringt, ist ungewiss. Trotzdem versucht Andi Schneider der Zukunft des Sportgeschäfts Rad+Sport Schneider positiv entgegenzublicken: "Wir sehen die Krise auch als Chance."

Dem 27. April, dem Tag, an dem viele Geschäfte wieder öffnen dürfen, fiebern wohl alle im Einzelhandel entgegen. Andi Schneider von Rad+Sport Schneider jedenfalls ist motiviert. "Wir sind voll vorbereitet", betont er im Gespräch mit chiemgau24.de. Schneider versichert, dass die Durchgänge im Sportgeschäft Rad+Sport Schneider verbreitert wurden, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann, zum Anprobieren der Schuhe wurden Einzelsitzplätze geschaffen. Außerdem wurde Desinfektionsmittel aufgestellt und an der Kasse ein Spuckschutz montiert. Kassen und Kabinen wird man zudem regelmäßig reinigen. "Wir bitten alle Kunden einen Mundschutz zu tragen. Wir haben aber auch ausreichend kostenlose Masken für Kunden, falls doch mal jemand eine Maske vergessen hat. Diese können natürlich behalten werden."

"Zeit, die Weichen in Richtung Öffnung zu stellen - im Handel und in der Gastronomie"

Die umfassenden Hygienemaßnahmen, die sie für ihr Sportgeschäft in Traunstein getroffen haben, könnten und würden auch andere umsetzen, die ab Montag noch nicht öffnen dürfen, also z.B. Geschäfte über 800 Quadratmeter, findet Andi Schneider. "Der Shutdown war und ist sicherlich sinnvoll! Ich denke aber, eine Lockerung zugunsten des gesamten Einzelhandels sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden, sowohl im Handel als auch in der Gastronomie. Ladenfläche mal 0,7 geteilt durch 10 wäre eine Formel, die man anwenden könnte, um die Obergrenze der Personenzahl im Geschäft festzulegen. Der Handel kann alle geforderten Auflagen ohne Probleme umsetzen. Und der Kunde trägt ja auch einen Teil dazu bei."

"Den Umsatzverlust können wir natürlich nicht mehr auffangen"

Die Umsatzeinbußen durch die wochenlange Schließung des Geschäfts seien auch bei Rad+Sport Schneider enorm, auch wenn sie nichts unversucht ließen, um Ware an den Mann zu bringen. "Wir waren eigentlich jeden Tag im Laden. Für uns war es wichtig, mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben. Das Telefon stand quasi nicht still und wir haben über alle Kanäle verkauft. Beraten haben wir über WhatsApp, FaceTime, Email und natürlich telefonisch." Die bestellte Ware habe man dann einfach verschickt oder direkt zum Kunden ausgefahren und kontaktlos übergeben.

Schneider erzählt, dass es besonders die vielen Stammkunden sind, die Rad+Sport Schneider geholfen haben, um aus der Krise wohl "mit einem blauen Auge davonzukommen." "Wir blicken schon positiv in die Zukunft."

"Urlaub dahoam" und regionales Einkaufsbewusstsein schenken jetzt Hoffnung

Seinen Optimismus gewinnt Andi Schneider vor allem aus dem Leben in einer sportlichen Region. "Wir sehen in der Krise auch eine Chance. Für viele Leute wird der Urlaub leider ausfallen, dann spielt sich stattdessen sicher viel zu Hause ab. Und wir wohnen ja quasi im Urlaub - das heißt Radeln, Laufen und Bergsteigen direkt vor der Haustüre."

Auch das Einkaufsverhalten der Konsumenten werde eine große Rolle dabei spielen, wie es mit dem regionalen Einzelhandel weitergeht. Andi Schneider sieht die Entwicklung, die durch #supportyourlocal-Bewegungen entstanden sind, positiv: "Viele Kunden werden auch in Zukunft mehr darüber nachdenken, wo sie ihre Einkäufe machen und das ist gut so, denn schließlich hat’s ja jeder selber in der Hand, wie er die Zukunft des regionalen Einzelhandels gestalten will."

Wie lange diese Bewegung tatsächlich andauert, bleibt abzuwarten. Jetzt konzentriert man sich auch bei Rad+Sport Schneider voll auf die Wiedereröffnung. "Der Laden ist auf Frühjahr getrimmt, die Ware ist super, das Personal bestens geschult und wir sind sowas von bereit wieder aufzumachen!"

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fn

Quelle: chiemgau24.de

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