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Wieder flattert ein offener Brief auf BOB-Tisch

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Traunstein - Nun hat sich auch Traunsteins OB Manfred Kösterke mit einem offenen Brief an den Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn gewandt.

Nachdem bereits am 19. Dezember der Rosenheimer Landrat und die Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer einen offenen Brief an die BOB-Geschäftsführung veröffentlichten, tippte nun auch Traunsteins OB Kösterke seinen Ärger in die Tasten!

Das Stadtoberhaupt kritisiert in seinem Brief die Probleme seit dem Betriebsstart am 15. Dezember und das Auslaufen der Gültigkeit der DB-Jobtickets ab dem Jahr 2015.

Lesen Sie hier den offenen Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Müller-Eberstein,

beinahe täglich berichten die Medien seit der Übernahme durch die Bayerische Oberlandbahn GmbH (Meridian) über Probleme auf der Bahnstrecke München – Traunstein – Salzburg. Auch von Seiten Traunsteiner Bürgerinnen und Bürger wurden mehrfach Beschwerden an mich herangetragen. Viele Traunsteinerinnen und Traunsteiner pendeln mit dem Zug zu ihren Arbeitsstätten und sind auf verlässliche Bahnverbindungen zwischen München und Salzburg angewiesen. Zudem sind wir eine Tourismusregion, insbesondere nach Traunstein reisen viele (Tages-)Touristen mit dem Zug an. Allein deshalb sind die Probleme seit dem Betriebsstart des Meridian am 15. Dezember 2013 untragbar.

Ich fordere Sie daher nachdrücklich auf, eine verlässliche Bedienung dieser für die Große Kreisstadt Traunstein so wichtigen Bahnstrecke zu gewährleisten. Zudem erhielt ich die Information, dass die Jobtickets der Deutschen Bahn ab dem Jahr 2015 zwar in den IC- und EC-Zügen auf der Strecke München – Salzburg, aber nicht mehr in den Meridian-Zügen gelten werden.

Die IC- und EC-Angebote sind schneller und deshalb für Pendler attraktiver. Sie verkehren aber nicht stündlich. Deshalb nutzen Pendler häufig auch die Regionalzüge, da sonst das Angebot an Zügen für die Pendlerinnen und Pendler enorm eingeschränkt ist. Eine Änderung der Gültigkeit bei den Jobtickets ist meines Erachtens inakzeptabel und würde eine norme Verschlechterung für alle Pendlerinnen und Pendler auf der Strecke zwischen München und Salzburg darstellen.

Ich fordere Sie daher auf, die für 2015 geplante Einschränkung der Gültigkeit des Jobtickets zu prüfen und mich über das Ergebnis zu informieren. Einen Abdruck dieses offenen Briefes erhalten auch die Bayerische Eisenbahngesellschaft, der Bayerische Staatsminister des Innern, die heimischen Landtagsabgeordneten sowie die örtlichen Medien.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Kösterke

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