Entwürfe von 2. bis 5. Januar in der Alten Wache zu sehen

Neuer Gedächtnisort für die Opfer der Weltkriege im Stadtpark

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Die Mitglieder des Stadtrates haben sich mehrheitlich für den Entwurf des Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann entschieden und sind damit dem Vorschlag der Beratergruppe gefolgt. Es handelt sich um einen Würfel aus Cortenstahl. Durch seine Transparenz und die gewählten Worte lädt er, so der Künstler, zum Betrachten, Verweilen und Verstehen ein und ist zugleich eine Mahnung. In seinem Zentrum stehen die historischen Bronzebücher mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege. Über eine Aussparung in der Dachfläche fällt Licht auf die Bronzebücher. Der Entwurf von Künstler Rolf Wassermann ist zusammen mit weiteren neun Modellen, Skizzen und Grafiken von 02. bis 05. Januar 2018 in einer Ausstellung in der Alten Wache zu sehen.

Traunstein - Die Große Kreisstadt Traunstein zeigt von 2. bis 5. Januar in der Alten Wache im Rathaus die Entwürfe verschiedener Künstlerinnen und Künstler für die Gestaltung eines Gedächtnisortes für die Opfer der Weltkriege im Stadtpark.

Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 27. Juli beschlossen, dass Künstler und Architekten um Gestaltungsvorschläge gebeten werden. Eine Beratergruppe, der neben dem Oberbürgermeister, der Kulturreferentin und weiteren Mitgliedern des Stadtrates unter anderem auch Vertreter der Verbände und der Kirchen angehörten, hatte daraufhin die Anforderungen an die neue Gedenkstätte formuliert. Sie bewertete schließlich auch, unterstützt durch Kunstexperten und Denkmalpfleger, die von insgesamt acht Künstlerinnen und Künstlern eingereichten elf Werke und erarbeitete einen Vergabevorschlag für den Stadtrat. 

Fünf Tage lang von 11 bis 17 Uhr

In seiner Sitzung am 21. Dezember 2017 hat sich der Stadtrat für den Vorschlag von Künstler Rolf Wassermann entschieden. Von den eingereichten elf Arbeiten werden mit Zustimmung der Künstlerinnen und Künstler zehn in der Alten Wache im Traunsteiner Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. Die Entwürfe sind von Dienstag, 2. Januar, bis Freitag, 5. Januar 2018, jeweils von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am Dienstag und Donnerstag um 11 Uhr sowie am Mittwoch und Freitag um 16 Uhr führt Judith Bader, Leiterin der Städtischen Galerie und Mitglied der Beratergruppe, durch die Ausstellung, in der Skizzen, Pläne und Modelle sowie erläuternde Texte zu den Arbeiten gezeigt werden.

Aufgrund der dringend notwendigen umfassenden denkmalgerechten Instandsetzung der Kirche St. Georg und Katharina im Stadtpark war die im Jahr 1967 an die westliche Giebelwand angebaute Kriegergedächtnisstätte entfernt worden. Sie war damals durch die Stadt aus Spenden der Bevölkerung in Abstimmung mit den Soldatenkameradschaften errichtet worden. Im Zuge der Sanierung der Kirche St. Georg und Katharina wird nun ein neuer Gedächtnisort im Stadtpark entstehen.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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