Zwei Frauen mit Messer verletzt

Waldkraiburger gesteht Tat: Es sei Kurzschlussreaktion gewesen

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Am 31. Dezember 2018 verletzte ein heute 38-Jähriger zwei Frauen in Waldkraiburg mit einem Messer. Nun muss er sich ab Donnerstag der kommenden Woche vor dem Landgericht Traunstein verantworten.
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Traunstein/Waldkraiburg - Ab Donnerstag, 14. November, muss sich Thomas L. vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Am 31. Dezember 2018 soll er zwei Frauen mit einem Messer verletzt haben - eine davon sogar lebensgefährlich.

Das wichtigste in Kürze

  • Der Staatsanwalt schilderte bei seiner Verlesung der Anklageschrift die Tatnacht
  • Bereits früher war Thomas L. gegenüber einer Freundin gewalttätig, saß sogar in Haft
  • Von Anfang an macht der Waldkraiburger klar, dass er sich für schuldig hält
  • Als er vom Tattag erzählt, gerät der Angeklagte in Rage, er zeigt sich aggressiv
  • Der Angeklagte gibt zu, vorgehabt zu haben den Widersacher zu töten
  • Die Aussagen der Zeugen wurden angehört
  • Die beiden Frauen, die verletzt wurden berichteten, dass sie körperliche und psychische Belastungen von der Tat davongetragen haben

Update, 18.50 Uhr: So war der erste Prozesstag

Am ersten Tag des Prozesses gegen Thomas L. wurden dessen Aussage, sowie verschiedene Zeugen gehört.Darunter waren auch die beiden Frauen, die er verletzte.

Der 38-Jährige leugnete die Tat an sich nicht. Allerdings bestritt er, von Anfang an geplant zu haben, das Gesicht seiner Ex-Freundin zu entstellen oder seinen vermeintlichen Nebenbuhler zu ermorden. Er sei mit dem Ziel einer Aussprache gekommen. Die Tat sei dann eine Kurzschlussreaktion gewesen, als er den vermeintlichen Liebhaber seiner ehemaligen Lebensgefährtin in deren Wohnung sah. Die Tatwaffe habe er nur zufällig dabei gehabt.

Dem gegenüber stand die Aussage zweier Polizeibeamten die angaben, er habe vor ihnen erklärt, die Tat sei geplant gewesen und er freue sich über die Entstellung der Frau. Allerdings wies der Verteidiger darauf hin, diese Aussagen seien getätigt worden, bevor die notwendige Rechtsbelehrung vor Vernehmungen erfolgt sei. Der Staatsanwalt konterte, es habe sich um keine Vernehmung sondern spontane Aussagen ohne vorherige Fragen der Beamten gehandelt.

Die beiden Frauen berichteten, sie seien bis heute psychisch und körperlich durch die Tat belastet. Thomas L. verhielt sich vor Gericht überwiegend ruhig. Nur als die Sprache auf seinen vermeintlichen Rivalen kam, brach kurzfristig der Zorn aus ihm heraus und er schimpfte wüst über diesen.

Die Verhandlung am Landgericht Traunstein wird am Montag, den 18. November um 9 Uhr fortgesetzt. Als weitere Verhandlungstage sind der 28. und 29. November angesetzt.

Update, 16.10 Uhr - Zeugin: "Ich hätte nie gedacht, dass er so ein böser Mensch sein könnte!"

Zunächst sagen mehrere Polizisten aus. "Der war ganz entspannt und hat sich wie ein normaler Mensch verhalten", berichtet einer der Beamten, die zuerst vor Ort waren. Thomas L. habe sich ruhig abführen lassen. Anzeichen von Erschütterung seien nicht zu bemerken gewesen.

"Im Sanka hat er dann ganz von sich aus erzählt, dass er seine Freundin mit dem Messer verletzt hat und das es geplant war. Er war sehr gesprächig", berichtet ein anderer Beamter. Angekommen in der Inspektion habe er verkündet, er habe die Tat genossen. "Ich hoffe, dass sie jetzt richtig scheiße aussieht!", habe er die Gesichtsverletzungen seiner Ex-Freundin kommentiert. "Er hat dabei gegrinst", ergänzt später eine Kollegin.

Sein Anwalt widerspricht der Verwendung dieser Aussagen, da der 38-Jährige zuvor nicht die übliche rechtliche Belehrung erhalten habe. Der Staatsanwalt kontert, es habe sich um keine Vernehmung, sondern eine spontane Aussage gehandelt. Der Angeklagte sei bei seiner eigentlichen Vernehmung voll geständig gewesen, berichtet ein weiterer Polizist. "Er hat insgesamt einen normalen Eindruck gemacht", berichtet er weiter, "Aber wenn die Sprache auf das Thema kam, dann war eine gewisse Aggressivität zu spüren!"

In der Folge werden die beiden Frauen befragt.

Um ihnen ihre Aussage zu erleichtern, bietet Thomas L. an, sich währenddessen an Händen und Füßen fesseln zu lassen. Stattdessen nehmen Polizisten links und rechts von ihm Platz. Er verhält sich in der Folge ruhig.

Zunächst sagt die 23-Jährige aus, die er neben seiner Ex-Freundin auch verletzte. Der Anblick des Angeklagten erschüttert sie sichtlich. Während ihrer Aussage wendet sie den Blick so weit, wie möglich von ihm weg. Sie erklärt,  L. nur flüchtig gekannt zu haben. "Ich hätte nie gedacht, dass er so ein böser Mensch sein könnte", erzählt sie. "Es war ein schöner Abend. Wir waren alle zusammen, haben Musik gehört", berichtet sie weiter. Als sie gerade rauchen war, habe sie die Ex-Freundin von Thomas L. um Hilfe rufen gehört. "Als ich die Treppe hinunter bin, habe ich überall Blut gesehen. Sie war vollkommen blutüberströmt", berichtet sie unter Mühe, mit den Tränen kämpfend.

Als sie sich vor den Attacken schützen wollte, fügte er ihr eine Wunde am Arm zu. Verletzt habe sie schließlich entkommen können. Ein Teil des Arms sei bis heute ohne Empfindung. "Ich konnte am Anfang nichts mehr mit der Hand halten. Auch heute kann ich nur sehr schlecht wieder schreiben." Körperliche Arbeit sei mit dem Arm nicht mehr möglich. Auch psychisch leide sie noch unter den Folgen der Tat.

Der Verteidiger weist darauf hin, bei der Vernehmung durch die Polizei habe sie ausgesagt, der Angeklagte habe sie verletzt als sie gerade an ihm und seinem Opfer vorbeihuschen wollte, um zu entkommen. Dies lasse die Möglichkeit offen, dass es kein gezielter Angriff war, sondern sie im Handgemenge unbeabsichtigt verletzt wurde. Sie betont auf Nachfrage, er habe sich zu ihr umgedreht und gezielt angegriffen.

Dann folgt die Aussage der Ex-Freundin. "Er war auf alle möglichen Leute eifersüchtig. Meine Kollegen, meinen Chef und halt auch jenen Arbeitskollegen", berichtet sie. "Wenn er mal nur Bier getrunken hat, war er auch mal gut drauf. Aber wenn es was stärkeres war, wurde er richtig aggressiv." Mit Schnaps intus habe der Angeklagte teils zu plötzlichen Gewalttaten geneigt. Immer wieder habe er auch mit Gewalt gegen sie und andere gedroht, sollte sie ihm untreu werden.

"Ich bin mir sicher, dass er mir gezielt das Gesicht zerschneiden wollte", erklärt sie. Bereits früher habe er gedroht, sie zu entstellen, sollte sie ihm untreu werden.

"Warum bleibt man überhaupt bei einem solchen Menschen?", fragt der Verteidiger. "Wenn er nüchtern war, war er kein Monster. Er war sehr hilfsbereit und liebenswert." Sie habe geglaubt, seine gute Seite habe eine Chance verdient. "Ich wollte ihm eine Familie und ein normales Leben geben." Seine Drohungen habe sie wahrgenommen. "Ich hatte Angst, aber ich dachte, ich gebe ihm ja keinen Anlass das wahrzumachen."

"Unter meinem Bett liegt jetzt immer ein Baseballschläger", berichtet sie. Sie belaste die Tat schwer. "Ich habe Angst draußen zu sein, wenn es dunkel ist." Auch sie sei körperlich eingeschränkt und könne derzeit nicht wieder in ihrem alten Beruf arbeiten.

Mit diesen Aussagen endet der erste Prozesstag. Die Verhandlung wird am Montag, den 18. November fortgesetzt.

Update, 11.35 Uhr - Richter: "Das sieht aus wie eine Bestrafungsaktion"

"Das war dann alles in ein paar Sekunden vorbei", erklärt Thomas L. in ruhigerem Ton nach der Unterbrechung. "Warum sind sie nicht auf den Mann im Bad los?", will der Richter wissen. "Weiß ich nicht", entgegnet er knapp. "Ich kann das nicht erklären."

"Ich habe in meiner Laufbahn schon viel gesehen, aber derartige Schnittverletzungen bisher nur in einem anderen Fall", erklärt der Richter. Die Gewalt mit der die Verletzungen zugefügt wurden, sei außergewöhnlich gewesen. "Das sieht aus wie eine Bestrafungsaktion", bemerkt er angesichts der gezielten Schnitte in das Gesicht der ehemaligen Lebensgefährtin. "Als sollte da jemand für die Zukunft gezeichnet werden. Die untreue Frau soll für keine Mann mehr attraktiv sein." Fälle, in denen dies gezielt geschehen sei, seien durchaus bekannt.

Das habe er nicht vorgehabt, betont der Angeklagte erneut. Er habe einfach drauf los geschnitten. Den genauen Ablauf der Dinge könne er auch nicht mehr rekonstruieren. "Warum ich dann auf die andere Frau losgegangen bin, weiß ich nicht. Ich kann mir das nicht erklären", beteuert er. Auch auf erneutes Nachfragen des Richters betont er, was genau er in diesem Moment geplant und gedacht hatte, könne er nicht mehr sagen.

Thomas L. berichtet, er habe dann auch noch versucht, an den vermeintlichen Rivalen zu gelangen, der sich im Schlafzimmer verschanzt hatte. "Da muss ich ehrlich sein: Wenn ich den erwischt hätte, der hätte die Wohnung nur noch im Leichensack verlassen!", erklärt er in zerknirschtem Ton. Immer wieder habe er versucht die Tür zu öffnen und in seinem Zorn noch die Wohnung verwüstet.

Der Richter konfrontiert ihn mit seiner Aussage nach der Tat bei der Polizei. Dort habe er gesagt, er habe das Messer bewusst mitgeführt, um damit seinen vermeintlichen Nebenbuhler zu attackieren. Befragt von seinem eigenen Verteidiger erklärt der Angeklagte, es sei ihm zunächst aber eigentlich nur um eine Konfrontation und Aussprache gegangen. Er sei sich sicher, dass er seine Ex-Freundin nicht habe töten wollen. "So traurig das ist: Gekonnt hätte ich das schon." Seinen vermeintlichen Rivalen dagegen habe er in diesem Moment töten wollen.

Nun beginnt die Beweisaufnahme, Zeugen werden gehört.

Update, 10.35 Uhr - Angeklagter gerät bei Schilderung in Rage

Nun schildert der Angeklagte seine Sicht der Geschehnisse. Er erscheint dabei immer entnervter. Er berichtet, es sei ihm aufgefallen, dass seine Ex-Freundin mit einem Arbeitskollegen viel Zeit verbracht habe, bis es zum Zerwürfnis kam. Aus Frust habe er nach der Arbeit immer wieder viel Alkohol getrunken. Schließlich kam es wegen seiner Eifersucht Anfang Dezember 2018 zur Konfrontation. Dabei habe er sie gepackt und ein ihr Messer an den Hals gehalten."Warum ich das gemacht habe, kann ich mir nicht mehr erklären."

Um Distanz zu schaffen, sei er dann zu einem Freund nach Inzell gezogen. Dies sei aber nur eine Art Trennung auf Zeit gewesen. "Hätte ich die Beziehung noch retten können, hätte ich das ja gemacht", beteuert er. Er betont seine Abneigung gegen den Kollegen seiner Ex-Freundin und grollt: "Wenn der Clown hier auftaucht, dann müsst ihr mich festketten!" Der vorsitzende Richter betont, dass entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden würden, sollte dieser aussagen müssen.

"Von früh bis Abends", habe er am Tag der Tat getrunken. Auch auf der Fahrt mit dem Zug nach Waldkraiburg habe er weiter Whisky mit Cola gemischt aus einer großen Flasche zu sich genommen. "Ich bin da nicht hin mit der Absicht, jemanden umzubringen", betont er. Das Cutter-Messer habe er als er die Waldkraiburger Wohnung nach dem Zerwürfnis verließ dabeigehabt. "Wozu braucht man ein Messer, wenn man zum Saufen nach Inzell will?", konfrontiert ihn der Richter. Er wüsste es auch nicht genau, beteuert L., er habe das Messer "irgendwann mal eingesteckt".

Bis er den vermeintlichen Nebenbuhler im Bad gesehen habe, habe er keine Absicht zur Gewalt gehabt, betont er. An diesem Punkt seiner Ausführungen gerät er im Gerichtssaal in Rage. Ehe ihn sein Verteidiger zur Ruhe bringen kann, schimpft er wüst über den Mann, haut auch einmal leicht auf den Tisch.

Der Angeklagte erbittet schließlich eine kurze Pause. "Beruhigen sie sich, reißen sie sich zusammen", ermahnen ihn die anwesenden Polizeibeamten

Update, 9.55 Uhr - Richter erläutert persönliche Verhältnisse

Die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten werden durch den Richter erläutert. Der heute 38-Jährige wuchs in Ostdeutschland auf. Sein Stiefvater sei in der Kindheit gewalttätig gewesen. Schon früh habe Alkohol eine Rolle im Leben gespielt. Einmal habe er sogar betrunken in der Schule randaliert. Auch in der Ausbildung habe es Probleme wegen seines Alkoholkonsums gegeben.

Weil er gegen eine frühere Freundin gewalttätig wurde, saß er von 2012 bis 2015 bereits einmal in Haft.

Thomas L: betont, er sei auf den Wunsch seiner Ex-Freundin zunächst in der Wohnung geblieben. Deren Arbeitskollegen und vermeintlichen Liebhaber habe er bereits zuvor gekannt und Misstrauen gegen diesen gehegt. Während der Ausführungen und Befragungen durch den Richter wirkt er immer ungeduldiger. "Bringen wir es doch zu Ende. Ich bekenne mich ja schuldig", entfährt es ihm einmal.

Update, 9.25 Uhr - Staatsanwalt schildert Tat

Die Anklageschrift wird durch den Staatsanwalt verlesen.

Thomas L. und seine Ex-Freundin waren bis November 2018 in einer Beziehung. Grund für die Trennung seien seine Eifersucht und wiederholte Gewaltakte gegen seine Lebensgefährtin gewesen. Er habe allerdings noch vorübergehend bis Ende Dezember bei ihr gewohnt. Danach sei er nach Inzell gezogen.

Er habe die Trennung nicht akzeptieren können und sei überzeugt gewesen, dass sie eine neue Beziehung mit einem anderen Mann begonnen habe.

Am Vorabend der Tat habe er bereits versucht, per Handy Kontakt mit ihr aufzunehmen. Dabei habe er auch bereits Alkohol zu sich genommen. Als seine ehemalige Lebensgefährtin ihm schließlich erklärte, die Trennung sei endgültig, sei er mit dem Zug nach Waldkraiburg gefahren. Dabei habe er auch schon ein Cutter-Messer dabei gehabt, mit dem er den neuen Lebensgefährten attackieren wollte.

In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember habe die Geschädigte mit drei Gästen bei sich eine Party gefeiert. Darunter war auch die ebenfalls attackierte Frau mit ihrem Freund, sowie der vermeintliche Liebhaber. Letzterer habe sich schließlich ins Bad begeben. Dabei sei er vom inzwischen massiv betrunkenen Thomas L. gesehen worden.

Als seine Ex-Freundin ihm auf sein Klingeln hin öffnete, habe er sie sogleich attackiert. Mindestens drei Mal habe er sie mit dem Messer Schnitte im Gesicht zugefügt. Es sei dabei gezielt seine Absicht gewesen, ihr Gesicht zu entstellen. Auch als sie schützend die Hände vor sich warf, habe er weiter auf sie eingeschnitten.

Er habe sie auch an den Haaren gepackt, sie geschlagen und gebrüllt: "Du Schlampe hast das verdient". Die Frau sei lebensgefährlich verletzt worden und habe viel Blut verloren. Als einer der Gäste, eine Arbeitskollegin, durch die Hilferufe der Attackierten alarmiert hinzueilte, habe Thomas L. auch sie attackiert und ebenfalls auf ihr Gesicht eingeschnitten. Auch die Arbeitskollegin erlitt schwere Schnittverletzungen durch die Attacken und blutete massiv.

Erst als seine ehemalige Lebensgefährtin ihn angefleht habe, von der anderen Frau abzulassen, habe er aufgehört. Beide Frauen hätten daraufhin flüchten können. Sie hätten bleibende körperliche Schäden durch die Tat erlitten.

Thomas L. blickt während der Verlesung der Anklageschrift mit vor dem Gesicht gefalteten Händen zu Boden.

Erstmeldung

Die Staatsanwaltschaft klagt den heute 38-Jährigen wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung an. Er habe die Tat aus Eifersucht begangen, nachdem die damals 42-jährige Geschädigte sich von ihm getrennt hatte. Er habe dabei gezielt versucht, ihr Gesicht durch Messerschnitte zu verunstalten und sie lebensgefährlich verletzt.

SEK rückte an

Laut dem Polizeibericht verständigte am 31. Dezember, um Mitternacht eine Frau den Polizeinotruf. Sie teilte mit, dass soeben ein Mann zwei weitere Frauen im Alter mit einem Messer verletzt habe. Die beiden bulgarischen Staatsangehörigen hätten jedoch flüchten und den mutmaßlichen Täter benennen können. Rasch konnte ermittelt werden, dass die Tat in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Waldkraiburg stattgefunden haben muss und der Tatverdächtige sich dort auch noch aufhalten dürfte. Es war zunächst unklar, ob sich noch weitere Personen in der Wohnung befinden würden.

Mann verletzt Frau lebensbedrohlich in Waldkraiburg

Weil die Gefährlichkeit des Verdächtigen nicht ausgeschlossen werden konnte und er mit einem Messer bewaffnet war, wurden Spezialeinsatzkräfte (SEK) alarmiert. Ein leitender Beamter des Präsidiums begab sich selbst vor Ort, der Polizeipräsident selbst und seine Stellvertreterin waren in Kontakt mit der Einsatzzentrale. Noch vor Eintreffen des SEK konnte jedoch ein 23-Jähriger aus der Wohnung unverletzt befreit und der Tatverdächtige durch Beamte verschiedener Polizeiinspektionen widerstandslos festgenommen werden. Der 37-Jährige wurde anschließend der Kripo Mühldorf übergeben, welche die weiteren Ermittlungen übernahm.

Frau lebensgefährlich verletzt

Die beiden Frauen wurden bereits vor der Festnahme mit dem Hubschrauber beziehungsweise Rettungswagen in ein Krankenhaus und eine Spezialklinik gebracht. Beide erlitten durch den Messerangriff schwere Verletzungen, die 42-jährige Frau lebensgefährliche.

Bei der ersten Vernehmung durch Ermittler der Kriminalpolizei räumte der Mann ein, im Streit seine 42-jährige ehemalige Lebensgefährtin mit einem Messer angegriffen zu haben. Die zur Hilfe eilende 23-Jährige, welche sich zum Zeitpunkt des Angriffs in der Wohnung befand, wurde ebenfalls verletzt.

Die Verhandlung am Landgericht Traunstein beginnt am 14. November um 9 Uhr. Als weitere Verhandlungstage sind der 18., 28. und 29. November angesetzt.

hs

Quelle: chiemgau24.de

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