Architekt will Abriss verhindern

In letzter Sekunde noch Denkmalschutz für TVT-Turnhalle? 

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Der Termin für den Abriss steht eigentlich schon: 8. Januar 2018. 

Traunstein - Lässt die Stadt mit der Franz-Eyrich-Halle möglicherweise ein Salinendenkmal abreißen? Am 8. Januar wäre es soweit - doch ein Traunsteiner Architekt fordert nun Denkmalschutz. *Mit Voting*

Der Traunsteiner Architekt Alfred Maier ist der Ansicht, dass die Turnhalle der TV Traunstein bereits vor 1920 erbaut wurde, wie von Seiten der Stadt Traunstein behauptet wird. Maier hat sich deshalb an das Landesamt für Denkmalpflege und die Regierung von Oberbayern mit der Bitte gewandt, die Denkmalwürdigkeit der Franz-Eyrich-Halle zu untersuchen

Früher Sitz des Salzhauptamtes?

Seine Annahme stützt Maier zum einen auf einen Artikel im Jahrbuch 1995 des Historischen Vereins von Brigitte Klingmann, nachdem im Süden der Saline hinter den Wohnhäusern um 1775 die Alberti-, Ferdinandi-, Willhelmi- und Maximilian-Sieden standen. Die in Holzbauweise errichteten Sieden waren bis 1786 in Betrieb. Nach dem Bau des Karl-Theodor-Sudhauses auf dem heutigen Karl-Theodor-Platz wurden die Sudhäuser in vier Magazine umfunktioniert.

Laut des Stadtmodells im Traunsteiner Heimathaus von 1880 sind diese Magazine nicht mehr vorhanden. Anstelle des Wilhelmi-Magazin (vormals Wilhelmi-Sieden) befindet sich an dieser Stelle ein gemauertes Gebäude. Im Traunstein-Buch von Johann Josef Wagner und Eckehard Jilg wird das Gebäude in der Au als „drittes Sieden bzw. Wilhelmi-Sudhaus“ (später Magazin, zuletzt Franz-Eyrich-Turnhalle) aufgeführt. 

„Dieses gemauerte Gebäude im Salinenensemble von 1880 diente im vorderen, südlichen Drittel möglicherweise als Sitz des Salzhauptamts und des Salinenbezirks, nachdem 1860 das ehemalige Salzmaiergebäude am Stadtplatz in das neu geschaffene Landgericht Traunstein integriert wurde“, so Maier. Nach Auflassung der Saline 1912 sei dieses Gebäude nach 1914 als städtischer Stadel in den Besitz der Stadt Traunstein übergegangen

Halle solle in Salinenpark integriert werden

Von 1921 liege der Stadt Traunstein ein Eingabeplan für den Umbau, also nicht zum Neubau, zur Fest- und Turnhalle vor.Nach 1922 sei der Umbau zur heutigen Halle erfolgt und damit zweifelsohne zu einem Geschichts- und Baudenkmal im südostbayerischen Raum. Warum stelle die Stadt Traunstein die „Fünferpfanne“ unter Denkmalschutz, nicht aber die Franz-Eyrich-Turnhalle?. „Warum soll ein solch denkmalwürdiges Bauwerk im Ensemble der Saline abgerissen werden?“, fragt Maier. 

Als ehemaliges Salinengebäude würde es sich auch gut in den geplanten Salinenpark einfügen. Dann könnte die Stadt Traunstein das Gebäude in zentraler Lage mit einer großen Anzahl von Stellplätzen für das Gemeinwohl nutzen. Als Oberzentrum brauche die Stadt Traunstein ohnehin eine Stadthalle. Ein Umbau sei kostengünstiger als ein Neubau. Nach Auffassung von Maier müsste lediglich der Dachstuhl verstärkt werden, um den heutigen Vorgaben der Schneelast gerecht zu werden. Das Mauerwerk sei in einem guten Zustand und habe noch keine Risse. 

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Bjr

Quelle: chiemgau24.de

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