Konrad Baur von der Jungen Union Traunstein zum A8-Ausbau

"So verantwortungslos kann keine vernünftige Infrastrukturpolitik gemacht werden"

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Landkreis - Nach der Rosenheimer Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig und dem Überseer Landtagsabgeordneten Klaus Steiner meldet sich nun auch der Traunsteiner Kreisvorsitzende der Jungen Union, Konrad Baur, in Sachen A8-Ausbau zu Wort.

"Der sechsspurige Ausbau plus Seitenstreifen ist und bleibt die einzig sinnvolle Lösung, welche Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit, Lärmschutz und Wirtschaftlichkeit ideal kombiniert." Dies stellt der Traunsteiner Kreisvorsitzende der Jungen Union, Konrad Baur, in einer Mitteilung fest.

Er reagiert damit auf die vom Bundesrechnungshof kürzlich vorgestellten Ergebnisse, wonach ein Ausbau der vorhandenen vier Spuren plus zwei angebaute Standstreifen wirtschaftlicher sei als der Ausbau auf sechs Spuren plus Standstreifen.

Am vergangenen Freitag ist der A8-Ausbau erneut Thema im Bundestag gewesen. Der Rechnungsprüfungsausschuss fordert einen wirtschaftlichen, sicheren, dauerhaften sowie umwelt- und landschaftsbildschonenden Ausbau der A8.

Verkehrssicherheit nur mit Vollausbau

110 Millionen Euro werden laut Bundesrechnungshof angeblich eingespart, wenn die vorhandenen vier Spuren modernisiert und zwei Standstreifen angebaut werden.

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Nach Ansicht der Ausbaugegner soll ebenfalls ein verminderter Ausbau ausreichend sein. Ihrer Meinung nach sei es ausreichend, wenn der angebaute Standstreifen temporär zugeschaltet würde. Dies könnte zum Beispiel in der Ferienzeit der Fall sein, wenn der Urlaubsverkehr sich über die Autobahn in Richtung Österreich quält. Diese Lösung ist aus Sicht der Jungen Union jedoch nicht zweckdienlich. "Wer die A8 und ihr Verkehrsaufkommen wirklich kennt, der kann im Sinne der Verkehrssicherheit nur den Vollausbau unterstützen", sagt Konrad Baur.

4+2-Variante sei verantwortungslos

Auch im Hinblick auf Lärmschutz für Anwohner sei nur beim Vollausbau auch der volle Lärmschutz gesetzlich vorgeschrieben. Würde der Umfang der Ausbaupläne reduziert, sei somit nicht nur am Bedarf vorbei gedacht, sondern stelle dies auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer dar. "So verantwortungslos kann keine vernünftige Infrastrukturpolitik gemacht werden", kritisiert Konrad Baur.

Ein weiteres Argument lautet der große Flächenverbrauch bei einem sechsspurigen Ausbau plus Standstreifen. "Der befestigte Querschnitt der A8, die zwischen Inntaldreieck und der Bundesgrenze auf den Stand der 1930er Jahre ist, reduziert sich vom Vollausbau zum reduzierten Ausbau nur um knapp ein Fünftel", erklärt Konrad Baur.

Allerdings sei dabei noch nicht berücksichtigt, dass auch beim 4+2-Ausbau zusätzlich Notbuchten gebaut werden müssten. Konrad Baur: "Der tatsächliche Flächenverbrauch auch beim reduzierten Ausbau ist damit deutlich größer. Dieses Argument ist nicht stichhaltig!"

ksl

Quelle: chiemgau24.de

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