Der Oberbürgermeister warnt

Die Klosterkirche unbeleuchtet? "Wäre Reinfall des Jahrhunderts"

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Bis zum Ende des Jahres sollen alle Arbeiten im Inneren fertig sein.
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Traunstein - Soll die Stadt zusätzlich 65.000 Euro ausgeben, um die Klosterkirche nach der Sanierung nachts beleuchten zu können? Wieder wurden die Gesamtkosten thematisiert. *Mit Voting*

Oberbürgermeister Christian Kegel warnte eindringlich: Die 65.000 Euro einzusparen wäre der "Reinfall des Jahrhunderts". Auch Sepp Hinterschnaiter gab ihm recht: Die Idee wäre es schließlich gewesen, dass die Klosterkirche nach der Sanierung die ganze Ludwigstraße aufwerten solle. 

Mit einer Mehrheit von 13:8 Stimmen gab der Stadtrat am Donnerstag die Gelder schließlich frei. Zusätzlich wurden fünf Grafikschränke und neun mobile Ausstellungstafeln für rund 15.000 Euro genehmigt. Mit anfallenden Nachträgen durch Metallarbeiten, Erd- und Zimmererarbeiten liegen die Gesamtkosten des Projekts nun bei gut 9,5 Millionen Euro.

Mehr Kostenkontrolle möglich? Kegel widerspricht

Für Christian Hümmer einfach zu viel: "Gibt es langsam mal einen Zielkorridor, wo wir finanziell landen werden? Es hieß mal, die Kosten bleiben bei 8,8 Millionen Euro. Die Kostenkontrolle muss jetzt dann mal greifen." Einen Vorwurf, den Kegel und die Stadtverwaltung nicht gelten lassen wollten: "Jeder Nachtrag wird genau geprüft. Das ist eine unglaubliche Fieselarbeit. Die Kostenkontrolle ist hier so ausgefeilt, wie ich es überhaupt noch nie gesehen habe", so Kegel. Vieles, wie das marode Dach, sei außerdem unvorhersehbar gewesen.

Andere, wie Robert Sattler oder Josef Kaiser, holten dagegen zur Medienschelte aus: Zu selten wäre davon die Rede, dass die Stadt nur einen Teil der Gesamtkosten tragen müsse. Etwa 3,8 Millionen Euro sind dies nach derzeitigem Stand. Der Rest wird zum größten Teil durch öffentliche Fördergelder und zum kleineren Teil durch private Spenden getragen. 

Bei einem möglichen Einsparpotenzial bei der Beleuchtung machte hier aber auch der Denkmalschutz einen Strich durch die Rechnung. Kaiser brachte eine Beleuchtung ins Spiel, die an der Fassade befestigt sei - anstatt die Lichter in den Boden einzubringen: "Das wäre billiger und wir wären weg vom Salz und Vandalismus." Doch die Fassade muss wegen des Denkmalschutzes unverändert bleiben

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xe

Quelle: chiemgau24.de

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