Stadt steckt in Verhandlungen für Grundstückskauf

470 Unterschriften für JuZ, aber Kegel "will nichts versprechen"

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Felix Siegl, Oberbürgermeister Kegel und Johannes Müller am Freitagmittag bei der Unterschriftenübergabe im Traunsteiner Rathaus.
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Traunstein - Der Jugendbeirat macht Druck: Noch immer gibt es für den Neubau eines Jugendzentrums keine konkreten Pläne - 470 Unterschriften sollen nun nachhelfen.

"Das war jetzt unsere einzige Chance. Das Jugendzentrum muss bei den Planungen für das Bahnhofsareal-West einfach Priorität haben", betonte Johannes Müller vom Jugendbeirat gegenüber Oberbürgermeister Christian Kegel. Am Freitagmittag übergab er 470 gesammelte Unterschriften, die klar machen sollen: Traunstein braucht ein Jugendzentrum. Schon vergangene Woche machte Müller gegenüber chiemgau24.de klar: "Es kann nicht sein, dass jetzt gar kein Jugendzentrum kommt."

"Nichts versprechen": Stadt kann Grundeigentümern keine Vorschriften machen

Das Gebiet rund um Metro, ehemaliger BayWa und entlang der Gleise an der Güterhallenstraße wird derzeit komplett überplantKonkret war im Stadtrat bisher von Wohnungen, einem Parkhaus und einer Verlegung der Güterhallenstraße die Rede - nicht aber von einem Jugendzentrum. Im Bürgerentscheid im April 2016 war aber genau das die mehrheitliche Forderung. Im Gegenzug wurden die fortgeschrittenen Pläne der Stadt, das Jugendzentrum in eine sanierte Güterhalle zu bekommen, abgelehnt

"Ich bin dankbar und stolz, dass der Jugendbeirat in Traunstein installiert wurde, um so seine Interessen zu formulieren. Genau das ist der richtige Weg", so Christian Kegel.

"Den Weg, den ihr gewählt habt, ist der richtige", so Kegel zum versammelten Jugendbeirat: "Aber ob das auch umgesetzt werden kann, wird eine politische Entscheidung. Ich will nichts versprechen, sonst ist die Enttäuschung am Ende noch groß." Den Grundstückseigentümern könne die Stadt nicht vorschreiben, was zu bauen sei, so Kegel - aber auch die Brachfläche entlang der Bahngleise könnte für einen JuZ-Neubau in Frage kommen.

Kauf der bahneigenen Flächen wird angestrebt

Derzeit befindet sich die Stadt mit der Bundeseisenbahngesellschaft in Kaufverhandlungen. Kleine Teile der Fläche entlang der Gleise gehören der Stadt bereits, doch man strebt ein zusammenhängendes Gebiet an: "Auf stadteigenen Flächen hätten wir natürlich mehr Spielraum", so der Oberbürgermeister. Überhaupt sei die Gesamtplanung erst angelaufen, auch einen Bebauungsplan gibt es noch nicht. Johannes Müller vom Jugendbeirat betonte aber, es sei auch im Interesse der privaten Grundeigentümer, dass ein Jugendzentrum hinter dem Bahnhof verwirklicht werden. 

Denkbar wäre laut Kegel auch ein JuZ-Neubau auf dem Grund der Güterhalle, falls diese abgerissen werden sollte: "Wir müssen schauen, ob das für einen Investor interessant wäre. Der damals geplante Ausbau der Güterhalle ist jedenfalls nicht mehr realistisch." 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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