Heinz Wallner zum Landratskandidat gewählt

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Traunstein - Die Bayernpartei hat sich entschieden und wählte Heinz Wallner aus Chieming einstimmig zum Landratskandidaten für Traunstein.

Kreisvorsitzender Alfons Baumgartner begrüßte insbesondere seine Kreistagskollegen Schupfner, Wallner Holzner, die Vorsitzende vom OV Rottau Christa Summerer, und die Vorsitzende vom OV Chiemsee Ost, Annelies Stefanutti-Bscheidl. Sehr erfreut zeigte er sich von drei neuen jungen Tittmoninger Mitgliedern, die erstmalig auf der Kreistagsliste kandidieren werden, und die zusammen mit weiteren neuen Tittmoninger Mitgliedern einen Ortsverband Salzachtal gründen werden. Er stellte die Hauptziele der Bayernpartei noch einmal heraus, insbesondere die Eigenständigkeit Bayerns innerhalb der EU, mit direktem Mitspracherecht. Gerade zeige sich am Beispiel Schottland, dass dort in Sachen Eigenständigkeit bereits ernsthafte Lösungvorschläge auf dem Tisch seien. Auch die Bayernpartei habe längst ein politisch umsetzbares Konzept. Der Strauß-Intimus Scharnagl habe zum Thema letztes Jahr ein Buch veröffentlicht. Zu prüfen sei, ob es nicht teilweise von der Bayernpartei abgeschrieben wurde. Der Hauptgrund des Abends war aber die Nominierung des Landratskandidaten der Bayernpartei, und dessen Wahl.

Wie die Bayernpartei bereits in einem früheren Pressebericht angedeutet hatte, bewarb sich innerhalb der Bayernpartei Kreisrat Heinz Wallner um dieses Amt. Wallner stellte sich den überraschend zahlreichen Anwesenden mit einer fulminanten Bewerbungsrede vor. Er betonte zuallererst die gute Zusammenarbeit mit seinen Kreistagskollegen von der Bayernpartei, wobei ihm vor allem die gute Gesprächskultur gefalle, der gegenseitige Respekt vor der Meinung des Anderen, und auch damit einhergehend kein Fraktionszwang bei gegenteiligen Meinungen, wie jüngst bei der Olympiabewerbung. Zu seinem Werdegang stellte er heraus, dass er nach einer Lehre bei der Fa. Heidenhain und diversen Zwischenstationen ein Elektrogeschäft aufgebaut habe, 1988 dann die Recyclingfirma EHG gründete, die bis 2006 auf 300 Mitarbeiter angewachsen sei. Er orientierte sich danach um und restaurierte mit enormem Kostenaufwand den Oberwirt in Chieming, der schon vor dem Verfall stand. Herauszustellen sei da besonders auch, dass in der angegliederten Metzgerei als einer der wenigen im Landkreis noch selber geschlachtet werde. Dabei erinnere er sich noch lebhaft an heftigste Diskussionen, und lobte dabei die hervorragende Unterstützung durch den Amtschef im Veterinäramt. Er habe schließlich in eine Fischerfamilie geheiratet, und fische täglich in den frühen Morgenstunden auf dem Chiemsee.

Mit seiner Frau Irmi hat Heinz Wallner zwei Söhne und eine Tochter und ist zudem Stiefvater eines 16-jährigen Sohnes. Seine Leidenschaft gelte seit langem der Kommunalpolitik, sowohl auf Ortsebene als auch auf Kreisebene. 22 Jahre war er bei der CSU, bevor er im letzten Jahr aus innerer Überzeugung zur Bayernpartei übergetreten sei. Er war zehn Jahre Vorsitzender der Mittelstandsunion, davon sechs Jahre als stellv. Bezirksvorsitzender. Er ist Vorstand des Bayernbund-KV TS, wo er sich stark für die Förderung des Dialekts in Schulen eingesetzt hat. Seit sechs Jahren ist er 3. Bürgermeister in Chieming, seit sechs Jahren ist er auch Mitglied des Kreistages in Traunstein. Dort habe er von Anfang an genau dort mitreden wollen, wo das meiste Geld aufgegeben werden muss, nämlich in der Jugendhilfe und im sozialen Bereich. Engagiert sei er auf Kreisebene auch vor allem im Kulturausschuss und im Tourismus. Wallner bemerkte wörtlich: „Ich traue mir das zugegeben schwierige und äußerst vielseitige Amt des Landrats zu. Ich habe durch meine Kreisratstätigkeit gründlichen Einblick bei den kreiseigenen Kliniken, Schulen, Altenheimen. Aus meinen bisherigen Tätigkeiten bin ich erfahren im Wasserrecht, Baurecht, Bodensanierung und vielem Anderen. Besonders wichtig aber in diesem Amt sind unternehmerisches Denken und ein soziales Gespür für die Schwächeren in unserer Gesellschaft!“ Wallner wurde schließlich in geheimer Wahl einstimmig von allen Wahlberechtigten (dazu gehörten nach vorheriger Abstimmung auch die Nichtmitglieder, die einen Platz auf der Kreistagsliste bekommen) zu 100 Prozent gewählt.

Nach der Wahl bedankte sich Wallner für das überwältigende Vertrauen und spekulierte über die Chancen bei der kommenden Wahl: „Mein Ziel von sieben Kreisräten ist angesichts der Wahlerfolge der Bayernpartei bei den Landtags- und Bezirkstagswahlen sehr realistisch. In einem Diagramm ergibt sich eine steil nach oben zeigende Kurve, wenn man Bundestagswahl-, Landtagswahl-, Bezirkstagswahlergebnis der Bayernpartei nebeneinanderstellt. „Bei der Kreistagswahl wird sich diese Kurve nach allen Erfahrungen bei den Wahlen vor sechs und zwölf Jahren nach oben fortsetzen, weil wir vom Landes- und Bezirkstrend profitieren und bei dieser Persönlichkeitswahl viele sehr bekannte und zugkräftige Kandidaten zur Wahl stellen können. Und auch ich werde alles daran setzen, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren.“ Zu vielen Punkten, aufgrund von Impulsreferaten von Kreisrat Hans Schupfner zum Thema Jugendhilfe und von Kreisrat Andreas Holzner zum Thema Biotonne, sowie auch zur Bildungspolitik entwickelten sich rege Diskussionen.

Pressemeldung BayernPartei

Quelle: chiemgau24.de

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