Bauteile passen um einige Zentimeter nicht zusammen

Endlich! An Traunsteiner Baupfusch-Brücke wird bald weitergearbeitet

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Dieses Bild verdeutlicht das Problem: Um einige Zentimeter passen zwei Brückenteile beim Heilig-Geist-Steg in Traunstein nicht zueinander. Nun sollen die Arbeiten aber fortgesetzt werden. 

Traunstein - Brückenteile passten um einige Zentimeter nicht zusammen, vom "Pfusch" war die Rede - seit Sommer 2019 ruht die Baustelle für den Heilig-Geist-Steg, bald könnte es aber weitergehen.

"Die beiden Brückenteile sind nun so zueinander ausgerichtet, dass einem Verschweißen des Endmontagestoßes von Seiten des Staatlichen Bauamts zugestimmt werden kann", sagte Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Die Vorbereitungen für die Schweißarbeiten würden bereits laufen, "alle nötigen Restarbeiten sind von den beteiligten Firmen für die folgenden Wochen eingetaktet", zitiert die Zeitung Paukner weiter. 


Die Brücke führt bereits über die B304 im Traunsteiner Ortsteil Heilig-Geist.

Anfang August 2019 begannen die Bauarbeiten zu stocken: Bei der Zusammenführung zweier Brückenteile stellte sich heraus, dass sie um einige Zentimeter nicht zueinanderpassten. Christian Rehm, Leiter des Staatlichen Bauamts in Traunstein, gab an, so etwas noch nie in seiner Karriere erlebt zu haben. Vor Baubeginn war von Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro die Rede. Nach einer zurückgezogenen Klage von Anwohnern und langer Planungszeit wollte man ursprünglich Ende 2018 mit dem neuen Heilig-Geist-Steg über die B304 fertig sein. 


Neue Brücke bei Traunstein wird beheizbar

Beim Heilig-Geist-Steg wird es sich sozusagen um ein Hightech-Produkt handeln: Ein LED-beleuchteter Handlauf soll Licht spenden ohne die Autofahrer zu blenden - und: die Brücke ist elektrisch beheizbar. "Ein Schneeräumen ist dann nicht mehr nötig. 08/15 kann ja jeder", so Paukner vom Staatlichen Bauamt bei der Vorstellung 2018. Der Hintergrund: Die Brücke wird in offener Bauweise errichtet, doch der Schnee darf natürlich nicht auf die B304 hinuntergeschaufelt werden. "Die Heizung läuft gerade mal so hoch, dass der Schnee schmilzt", so Paukner.

Natürlich: Das Beheizen ist teuer und muss von der Stadt Traunstein bezahlt werden. Eine Kombination aus Heizen, Handräumen, Salzen und Streuen bietet sich also auch an. "Die Heizung ist teilautomatisch gesteuert und kann die Temperatur und die Feuchtigkeit messen", erklärte Florian Paukner. Das Ein- und Ausschalten kann aber auch beliebig von der Stadt selbst gesteuert werden.

So sieht der Heilig-Geist-Steg aktuell aus

 © Karpf
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Aktuell lässt sich noch nicht sagen, wann die Brücke schließlich für die Fußgänger freigegeben werden kann. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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