Gerichtsprozess in Traunstein

Sprengfallen installiert und Flasche auf den Kopf geschlagen?

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Traunstein - Vor dem Amtsgericht musste sich ein Mann aus Waging verantworten, der angeblich Sprengstoff im Haus seiner Mutter deponiert hatte. Verurteilt wurde er jedoch wegen etwas völlig anderem:

Ein 30-jähriger Mann aus Waging drohte einem Gerichtsvollzieher, der in das Haus seiner Mutter wollte, mit versteckten Sprengsätzen, berichtet das Oberbayerische Volksblatt. So habe er seine Mutter aufgefordert, noch die Sprengstofffallen zu entschärfen. "Tu die Minen weg", soll der Angeklagte gesagt haben. Diese, so berichtet das Oberbayerische Volksblatt, hätten jedoch gar nicht existiert. 

Grund für diese Falschaussagen sei die Verärgerung des 30-Jährigen über den Besuch des Gerichtsvollziehers gewesen. Da auch die hinzugerufenen Polizisten die Drohung nicht ernstgenommen hätten, sei dieser Vorwurf vor Gericht schnell fallengelassen worden. 

Verurteilt wurde der Waginger dennoch. Er war bereits im Jahr 2016 in eine Schlägerei im "Villa" verwickelt. Der einschlägig Vorbestrafte soll dabei einem Kontrahenten eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen haben. Scherben im Haar hätten dies belegt. Der Geschädigte erlitt bei diesem Schlag eine große Schnittwunde und starke Schmerzen. Ein anderer Gast, der schlichten wollte, bekam die Faust des Wagingers ins Gesicht. 

Da sich nach zwei Jahren nicht mehr alle Vorgänge zweifelsfrei rekonstruieren ließen und dem Angeklagten eine günstige Sozialprognose attestiert wurde, kam der 30-Jährige noch einmal glimpflich davon. Er sei lediglich zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zusätzlich muss er noch 500 Euro an die Staatskasse zahlen. 

Den vollständigen Bericht lesen Sie unter ovb-heimatzeitungen.de oder in der gedruckten Heimatzeitung.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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