Feuerwehren Traunstein und Kammer proben für den Notfall

Giftwolke über Traunstein: Feuerwehr übt Ernstfall

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Traunstein - Die Messzüge Traunstein und Trostberg übten den Notfall mit einer simulierten Alarmmeldung.

Pressemeldung im Wortlaut:

Es ist Freitagabend, kurz nach 19 Uhr erreicht die Einsatzkräfte eine „Alarmmeldung“, dass in Traunsteins Gewerbegebiet Kaserne ein Großbrand ausgebrochen sei und nun eine dicke, giftige Rauchwolke über weite Teile der Großen Kreisstadt hängt. 

Dies war der Ausgangspunkt für die jährliche Gemeinschaftsübung der beiden Messzüge im Landkreis. „Für derartige Schadensbilder halten die Feuerwehren im Landkreis Traunstein diese beiden Einheiten vor“, erklärt Maximilian Schubert vom Messzug Süd, den die Feuerwehren aus Traunstein und Kammer gemeinsam bilden. 

Messung der Schadstoffkonzentration läuft ab

Der Messzug Nord ist bei der Feuerwehr Trostberg stationiert. Innerhalb kurzer Zeit wurde eine Messleitung aufgebaut, in der sämtliche Fäden zusammenlaufen. Messtrupps, ausgerüstet mit diversen Spezialmessgeräten, machten sich rund um die angenommene Einsatzstelle auf den Weg, um Messwerte zu Schadstoffkonzentrationen zu erheben. 

Zeitgleich setzten sich Fahrzeuge in Bewegung, um an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet Messungen der Umgebungsluft durchzuführen. Alle Messdaten bilden dann für die jeweilige Einsatzleitung vor Ort eine Entscheidungshilfe, ob weitere Maßnahmen für den Bevölkerungsschutz beziehungsweise die weitere Einsatzplanung ergriffen werden müssen. 

Radiodurchsage an die Bürger bis hin zur Räumung sind notwendig

„Von der Radiodurchsage Fenster und Türen geschlossen zu halten, bis hin zur Räumung von ganzen Stadtteilen auf Grund eines hohen Gefährdungspotentiales ist vieles möglich“, informiert Schubert weiter. Die Basisausbildung der rund 60 Mitglieder beider Einheiten, erfolgt jeweils an den Standorten. 

Ein bis zwei Mal im Jahr, trainiert man zusammen die Abläufe, lernt so viel voneinander und stimmt Abläufe aufeinander ab. Letztlich hängt von den Ergebnissen unserer Messungen viel ab, gibt der Übungsorganisator aus Traunstein zu bedenken. Fünf bis zehnmal pro Jahr sind die Ehrenamtlichen bei unterschiedlichen Gefahrgut- und Brandeinsätzen gefordert. Deshalb ist eine fundierte Ausbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte unerlässlich. 

Pressemeldung Hubert Hobmaier/Feuerwehr Traunstein und Kammer

Quelle: chiemgau24.de

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