Mitglieder sollen sich für andere Vereinen einsetzten 

Förderverein für die Landesgartenschau aufgelöst

Traunstein - Nachdem er erst im Herbst 2015 gegründet worden war, wurde der Förderverein "Freunde der Landesgartenschau 2022 in Traunstein" nun wieder aufgelöst. Der Vorsitzende Wolfgang Fegg erklärte bei der Jahreshauptversammlung im Brauereiausschank Schnitzlbaumer, es ergebe keinen Sinn mehr, den Verein zu erhalten, nachdem die Ausrichtung der Landesgartenschau in Traunstein aufgrund eines Bürgerentscheids wieder zurückgegeben wurde.

Das Votum erfolgte dann ohne Aussprache auch einstimmig. Fegg meinte weiter, die Mitglieder könnten sich in anderen Vereinen, wie zum Beispielim Förderverein "Alt-Traunstein" für die Stadtentwicklung einsetzen, denn man wolle ein florierendes und modernes Traunstein, das nach vorne schaue und nicht nur alles verhindere. 

Für den Vorsitzenden war es ein kleiner Trost, dass die Landesgartenschau 2022 womöglich in der Region stattfinden werde, denn für die Bewerbung von Bad Reichenhall schaue es gut aus. "Dann können wir wenigstens zur Landesgartenschau nach Bad Reichenhall fahren", meinte er. 

Dank an Schriftführer Thomas Miller

Sein Dank galt Schriftführer Thomas Miller, der bei der Organisation die meiste Arbeit geleistet habe. Schriftführer Miller dankte allen, die den Förderverein großartig unterstützt hätten. Bei Wind und Wetter sei man am Informationsstand gewesen und habe gute Gespräche geführt. Gekommen sei auch die bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf. 

Ferner habe es verschiedene Veranstaltungen mit Referenten aus Städten gegeben, in denen bereits Landesgartenschauen mit Erfolg durchgeführt worden seien. Man habe sich auch nicht gescheut, Veranstaltungen des Landesgartenschaugegner aufzusuchen. Leider habe das alles nichts geholfen.Nun drücke man Bad Reichenhall die Damen, denn dann habe man die Landesgartenschau in der Region. 

Miller verlas auch den Kassenbericht, da Kassier Stefan Reuther bereits zurückgetreten ist. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden beliefen sich auf 7130 Euro. Dem standen 6858 Euro aus Ausgaben, vor allem für die Werbung, gegenüber.Der Überschuss beträgt 272 Euro. Nach dessen Verwendung gefragt, erklärte Miller, wenn nach Abzug der Kosten für die Vereinsauflösungnoch etwas übrig bleibe, werde der Betrag der Stadt Traunstein für gärtnerische Zwecke übergeben

"Trauriger Tag"

Oberbürgermeister Christian Kegel sprach von einem traurigen Termin. Er dankte für eine wunderbares Miteinander für Traunstein.Es sei wohltuend, dass es noch Menschen gebe, die für Traunstein etwas bewegen wollten. Die Zusammenarbeit sei großartig gewesen, auch wenn sie letztlich keinen Erfolg gehabt habe. In der Stadt gebe es leider zu viele, die nicht wüssten, wie es gehe.

Günter Buthke

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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