Stadtrat Harrecker bleibt bei seinem "Nein"

Nur mit Allernötigstem: Feuerwehr-Neubau am Hochberg

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Die Feuerwehr vom Hochberg vor dem bestehendem Gebäude.
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Traunstein - Nach jahrelangem Bemühen bekommt die Feuerwehr am Hochberg doch noch einen abgespeckten Neubau - allerdings nicht ohne Kritik aus dem Stadtrat.

Maximal 700.000 Euro soll der Neubau des Feuerwehrhauses bei Höfen am Hochberg kosten. Das bestehende Gebäude erfüllt die Anforderungen nicht mehr und nicht mal das neue, größere Fahrzeug hätte in der Garage Platz. Planer Hans Romstätter stellte am Donnerstag dem Stadtrat den Entwurf vor.

Nur Damendusche und wenig Fläche

Das eingeschoßige Feuerwehrhaus wird ohne Keller, dafür mit Dachgeschoß gebaut. Abgesehen vom Stellplatz wird es Umkleiden, Toiletten, einen Aufenthaltsraum, ein Kommandantenbüro und einen Lagerraum geben. Eine Dusche wird es nur im Damen-WC geben: "Sanitärbereiche sind teuer, außerdem hat die Feuerwehr selbst gemeint, dass sie eigentlich keine Dusche braucht. Aber zumindest eine Dusche steht in den Auflagen", so Romstätter. 

Rund 230 Quadratmeter Nutzfläche wird es im neuen Feuerwehrhaus geben - das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zum bestehenden Feuerwehrhaus, aber immer noch 90 Quadratmeter weniger, als es eine DIN-Norm gerne hätte. Bis zum Jahresende 2019 soll der Neubau stehen. 

"Feuerwehrler sind schneller in Traunstein als am Hochberg"

Kritik kam vor allem von Stadtrat Ernst Harrecker: "Ich weiß, dass ich mich nicht beliebt mache, aber ich sage das, was die Bevölkerung denkt." Harrecker bezog sich auf seine Aussagen im Finanzausschuss, in dem er vorschlug, das neue Feuerwehrauto für den Hochberg besser bei der Traunsteiner Feuerwehr unterzustellen und das bestehende Feuerwehrhaus am Hochberg zu einem Vereinsheim auszubauen: "Der Großteil der Hochberger Feuerwehrler ist doch in Traunstein schneller als am Hochberg."

Hier wird das neue Feuerwehrhaus gebaut

xe

Quelle: chiemgau24.de

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