2017 bewegtes Jahr für die Floriansjünger

Feuerwehr Kammer leistete mehr als 1500 Einsatztunden

Traunstein - Bei Rückschau auf das vergangene Einsatzjahr präsentierte Kommandant Albert Rieder ein umfangreiches Zahlenwerk. Gut 1500 Stunden kamen bei 53 Einsätzen zusammen.

48 Feuerwehrler haben Lehrgänge besucht. Zählt man alles zusammen, so leisteten die Kammerer Floriansjünger 2017 mehr als 6000 Stunden für die Allgemeinheit. Mit 77 Einsatzkräften, darunter vier Frauen und elf Jugendfeuerwehrleuten, ist man solide aufgestellt. Heuer werden beide Fahrzeuge ausgetauscht. Als Ersatz für den 33 Jahre alten "Florian Kammer 44/1" ist ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug bestellt. Darüber hinaus wird man in den kommenden Wochen im Tausch ein Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 von der Kernstadtwehr übernehmen. Zudem wird ein neuer Rettungssatz beschafft, so der Aktivenchef.

Bei den Kommandantenwahlen wurde Albert Rieder für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Nachdem der 2. Kommandant Andreas Haitzer aus beruflichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtete, musste ein Nachfolger gefunden werden. Alois Wimmer stellte sich als Kandidat zur Verfügung und wurde von den Aktiven ohne Gegenstimme gewählt.

Mehr als 1500 Einsatztunden

Andreas Haitzer berichtete über ein ereignisreiches Einsatzjahr. Er appellierte an die Aktiven, die hohe Ausrückebereitschaft beizubehalten. Beeindruckt zeigte sich der 2. Kommandant von einem Großbrandalarm in Kammer. Innerhalb weniger Minuten waren etwa 200 Einsatzkräfte aus der Umgebung vor Ort. Weiter war man bei einigen kleineren Bränden gefordert. Glück hatte eine Person, die in eine Güllegrube gefallen war und lebend gerettet werden konnte. Gleiches gilt für einen Arbeiter, der von einer Baumaschine erfasst und eingeklemmt wurde. Bei zahlreichen Verkehrsunfällen, teils mit eingeklemmten Personen, leistete man ebenso Technische Hilfe wie bei vielen Einsätzen, um den Rettungsdienst Zutritt in Wohnungen zu verschaffen oder Unwetterschäden zu beseitigen.

Neben der Ausrüstung sichert das  "Know-how" den Einsatzerfolg. Demzufolge sind die 124 Übungseinheiten sinnvoll investiert, so Zugführer und Ausbildungsleiter Hubert Hobmaier. Mit 26 Atemschutzgeräteträgern, 23 Maschinisten, elf Gruppen- und zwei Zugführern ist man grundsolide besetzt. Drei Gruppen haben das Leistungsabzeichen "Brandbekämpfung" abgelegt. Dabei erlangten Franz Maier und Vera Reischl - als erste Frau in der Geschichte der Wehr, die Endstufe "Gold-Rot". Als Erfolg auf ganzer Linie bezeichnete Hubert Hobmaier die Zusammenarbeit mit den Kameraden der Feuerwehr Traunstein in der Landkreiseinheit Messzug Süd. Dies gilt auch für die Absturzsicherung und das tolle Zusammenspiel mit der Feuerwehr Traunwalchen. 

Der Jugendwart Thomas Mitterer berichtete von 15 Übungen und zahlreichen Terminen der Jugendfeuerwehr im abgelaufenen Jahr. Neben der Wissensvermittlung und der Vorbereitung auf den Einsatzdienst, stehen der Spaß und die Freude, in der Gruppe erfolgreich zu sein, im Vordergrund. Jeder interessierte Jugendliche kann sich bei uns einbringen und ist herzlich willkommen.

Oberbürgermeister Kegel dankt der FFW

"Heute ist der Zeitpunkt, um Danke zu sagen", so eröffnete Oberbürgermeister Christian Kegel seine Ansprache. Jede unserer fünf Feuerwehren leiste einen großen Beitrag für die Allgemeinheit und die Stadt steht hinter ihrer Feuerwehr. Er ist sehr betrübt über die zunehmende Aggressivität und Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften. So appellierte er "Passt bitte auf, dass ihr stets gesund von den Einsätzen zurückkommt". Ein Ehrenamt wird von innerer Freude getragen und soll nicht durch äußere Belastungen zerstört werden, so Kegel.

Kreisbrandrat Christof Grundner, der mit Kreisbrandinspektor Martin Schupfner und Stadtbrandinspektor Christian Schulz gekommen war, stellte fest, dass man in Kammer seine Hausaufgaben mache. Für Aufsehen in Feuerwehrkreisen sorgte der Entschluss, die Feuerwehr Traunstein beim Messzug zu unterstützen. Die anfängliche Skepsis sei verflogen, und er höre nur Positives. Besonders dankte für die Bereitschaft, sich für übergeordnete Belange einzusetzen und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Mehrere Aktive sind in der Kreisausbildung aktiv und unterstützen die Verbandsarbeit in vielfältiger Weise.

Die Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, das Bayerische Feuerwehrehrenkreuz in Silber, erhielt Stefan Ober aus den Händen des Kreisbrandrates. Martin Reischl wurde wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Florian Wimmer wurde zum Feuerwehrmann befördert. Eine Auszeichnung für zehn Jahre aktiven Dienst und die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann erhielten Tobias Brückner und Kilian Söldner. Nach zwanzig Jahren aktiven Dienst wurden Maximilian Anschober und Johann Wimmer zu Hauptfeuerwehrmännern befördert. Für ihren dreißig jährigen Einsatz wurden Konrad Posch, Markus Rieder und Alois Wimmer ausgezeichnet. Als neue Jugendwarte wurden Thomas Mitterer und Michael Strohhammer ernannt. Mit der Beförderung Albert Rieders vom Hauptlöschmeister zum Brandmeister endete die gut besuchte Versammlung im Saal des Gasthauses Jobst in Rettenbach.

Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr Kammer

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Hubert Hobmaier/Freiwillige Feuerwehr Kammer

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