Drogenprozess gegen sieben Pakistani in Traunstein

Gericht entlässt vermeintlichen Bandenchef aus U-Haft!

+
  • schließen

Traunstein/Raubling - Am Landgericht Traunstein läuft derzeit der Prozess gegen sieben pakistanische Asylbewerber, die "bandenmäßig" mit Drogen gedealt haben sollen. Jetzt gab es eine Kehrtwende:

Die abgehörten Telefongespräche drehten sich unter anderem um "zwei Platten Afghanen", "Tiki", was ebenfalls Platten bedeutet, um einen "neuen Kunden" oder um "noch zwei Kilo unter dem Kopfkissen". Anschließend wurden insgesamt sieben Pakistani, die in Flüchtlingsunterkünften in Raubling, Rohrdorf und Neubeuern gewohnt haben, festgenommen und wegen "bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in über 200 Fällen" angeklagt. Chef der Bande soll ein 21-Jähriger, zuletzt in einer Unterkunft in Raubling wohnender Mann gewesen sein. Er soll das Geld beschafft und die Lieferungen in seinem Zimmer zwischengelagert haben, wie das Oberbayerische Volksblatt am Donnerstag berichtet. 

Im Prozess vor dem Landgericht Traunstein hat der Vorsitzende Richter Dr. Klaus Waidmann nun eine Zwischenbilanz über das seit Mitte November laufende Verfahren gezogen, so die Zeitung weiter. Es gebe viele Widersprüche, zudem lasse die Aussage des sogenannten "Kronzeugen" "große Bedenken" bei der Kammer zurück, hieß es weiter. Hinsichtlich des mutmaßlichen Bandenchefs habe man konkret bisher nichts nachweisen können. 

Da das Gericht laut OVB auch keine "Bandenstruktur" sah, entließ es den 21-jährigen Pakistani unter der Auflage, zu den weiteren Verhandlungsterminen freiwillig zu erscheinen, aus dem Gefängnis. Dort saß der Mann seit acht Monaten in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Ein Urteil wird für 5. Januar erwartet.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser