Disco könnte noch in Betrieb bleiben

Metro-Ende fix, aber: Macht ein neuer Club weiter?

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Traunstein - Eine Ära geht zu Ende: Am 19. Mai wird die "Metro" zum letzten Mal öffnen. In den nächsten Jahren zeichnet sich eine völlig neue Bebauung westlich des Bahnhofs ab - doch bis es soweit ist, könnte ein neuer Betreiber übernehmen.

Update 11.30 Uhr:

"Wir gehen fest davon aus, dass es auch nach der Metro dort weiter geht", so nun die Eigentümer des Gebäudes im Gespräch mit chiemgau24.de. Fakt ist, dass "Monta Music" als Betreiber der Metro zum 19. Mai aufhört, den Pachtvertrag wollte "Monta Music" nicht mehr verlängern. "Wir haben aber ganz konkrete Anfragen für einen Weiterbetrieb des Clubs", so die Eigentümer.

Bis das Areal an der Gabelsberger- und Güterhallenstraße neu gestaltet und auch das Haus von Cypress und Metro abgerissen wird, soll der Club möglichst weiterhin genutzt werden: "Wir sind sehr dran interessiert, dass dem Traunsteiner Nachtleben nichts weggenommen wird." Nach der Metro-Schließung im Mai und der obligatorischen Sommerpause ist es also gut möglich, dass der Club-Betrieb im Spätsommer wieder aufgenommen wird - nur eben nicht mehr von "Monta Music".

An den Plänen zur völligen Neubebauung des Areals halten die Eigentümer aber selbstverständlich fest. In der kommenden Woche wird das Thema auch im Traunsteiner Stadtrat behandelt.

Unser Artikel vom Mittwochmorgen:

Drei Monate noch, um in der Metro nochmal zu feiern, dann ist Schluss. Am 19. Mai wird der Club an der Gabelsberger Straße in Traunstein zum letzten Mal öffnen. Das Ende war nur noch eine Frage der Zeit, denn das ganze Areal an der "Rückseite" des Bahnhofs soll völlig neu überplant werden

Nach Abriss: Wohnungen, Hotel und Parkhaus geplant

Möglicherweise noch heuer wird in großem Stil abgerissen: Das Metro-Gebäude sowie die dahinterliegende BayWa kommen weg. Denkmalschutz besteht für das frühere, markante Getreidelager, in dem der Club und "Cypress" untergebracht sind, nicht. Nur die BayWa-Tankstelle wird noch bis 2019 dort bleiben. Die drei Grundstückseigentümer haben schon sehr konkrete Pläne, was auf dem gesamten Grund entstehen soll.

Um diese Fläche westlich des Bahnhofs geht es: Es sind rund 20.000 Quadratmeter. Alles, was noch steht, soll abgerissen werden.

Rund 100 neue Wohnungen - teils sozialer Wohnbau - sollen dort entstehen, wo jetzt Metro und BayWa sind. Auf der Brachfläche entlang der Güterhallenstraße hin zu den Bahngleisen könnten eine Wohnunterkunft für Berufsschüler, ein Hotel und ein Parkhaus entstehen. Die Grundstückseigentümer stehen bereits in engem Kontakt mit einem Hotelbetreiber. 

"Neuer Bahnhofsvorplatz"

"Im Westen könnte ein neuer Bahnhofsvorplatz entstehen, die Stadt hätte dann zwei Gesichter. Die Güterhallenstraße sollten hin zur Bahn verlegt und der Hauptverkehr entlang den Gleisen hinauf zur Wegscheid geleitet werden - dann wäre die Gabelsberger Straße ein ruhiger Bereich mit besonderer Qualität", so Dietrich Sailer, einer der Grundeigentümer, Ende 2017 gegenüber chiemgau24.de. Die Güterhalle müsste dazu natürlich auch abgerissen werden.

Demnächst soll die Überplanung des Geländes im Traunsteiner Stadtrat behandelt werden. Im Vorlauf traf sich eine Arbeitsgruppe regelmäßig, klärte Details und die Pläne ab. Weil das den Grundstückseigentümern zu langsam ging, wurden Ende Dezember 2017 noch Protestplakate aufgehängt: "Brachland mitten in Traunstein - wie lange noch?", heißt es unter anderem. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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