Was sich künftig rund um das Gelände alles ändert

Wann sind die TVT-Turnhallen weg? Das ist der Abbruchplan

+
Die Franz-Eyrich-Halle wird zuerst abgerissen, dann die jüngere Kurt-Binder-Halle direkt daneben. Ende März sollen sie dem Erdboden gleichgemacht sein.
  • schließen

Traunstein - Sie blicken auf eine lange Geschichte, jetzt ist ihre Zeit gekommen: Die Franz-Eyrich- und die Kurt-Binder-Halle in der Au. Danach kommen der Salinenpark und einige Änderungen für Autofahrer und Fußgänger.

Nach den Diskussionen um etwaigen Denkmalschutz haben nun die Vorarbeiten für den Abriss der TVT-Turnhallen in Traunstein begonnen, die Bauzäune stehen schon seit Ende vorigen Jahres. Zunächst geht es an die Entrümpelung und Entkernung. Vier Wochen werden diese Arbeiten dauern.

Anfang Februar rollen dann die Abbruchbagger an. Zuerst wird die westliche Franz-Eyrich-Halle aus den 1920er-Jahren abgerissen, dann folgt die jüngere Kurt-Binder-Halle hin zur Reiffenstuelstraße. Voraussichtlich bis Ende März soll dann auch der Abbruch erledigt sein. Laut Traunsteiner Stadtverwaltung kann es zeitweise zu Behinderungen auf den angrenzenden Straßen kommen. Sollten Straßen gesperrt werden, informiert die Stadt zusätzlich. 

Was danach kommt

Hier wird der Salinenpark entstehen.

Auf dem Grund wird künftig der Salinenpark entstehen. Im Jahr 2019 wird das Jubiläum "400 Jahre Soleleitung Bad Reichenhall - Traunstein" gefeiert, bis dahin muss alles fertig sein. Der Förderverein Alt-Traunstein hat schon recht genaue Vorstellungen, die mit der Stadt abgestimmt wurden, wie der Salinenpark aussehen soll. Am wichtigsten ist dem Förderverein die "freie Sicht auf die historisch wertvollen Fassaden der Salinenhäuser". Die weiteren Vorschläge des Fördervereins:

  • Ein Reiffenstueldenkmal mit einer Rekonstruktion einer Solepumpe mit sieben Meter hohem Wasserrad.
  • Der Nachbau einer Soleleitung mit Messgerät.
  • Eine begehbare Bodenkarte des historischen Salinengeländes.
  • Ein beleuchteter Salzkristall.
  • Salinenholz sowie die dazugehörigen Hinweis- und Informationstafeln.
  • Ein virtuelles Geländemodell der Soleleitung.
  • Ein öffentlicher "Salinengarten" für die Bevölkerung.

Eine Millionenspende, die die Stadt 2014 erhielt, soll den größten Teil der Kosten für den Abbruch der Turnhallen, ihren früheren Kauf und die Errichtung des Parks decken. Die Details des Salinenparks werden aber noch im Stadtrat abgestimmt.

Verkehr rund um künftigen Park wird teils neu geregelt

In der letzten Stadtratssitzung 2017 wurde außerdem festgelegt, dass sich verkehrlich um das jetzige Hallen-Areal einiges ändern soll. Der Gehsteig entlang der Salinenstraße soll in den künftigen Park hineinverlegt werden, um nicht mehr direkt an der viel befahrenen Straße entlang gehen zu müssen.

Die Reiffenstuelstraße soll an der Einmündung in die Salinenstraße (beim früheren Getränkemarkt) so aufgeweitet werden, dass eine zweite Auffstellspur für die Autos in die Salinenstraße eingerichtet werden kann. Wartende Linksabbieger sollen dann den restlichen Verkehr nicht mehr aufhalten. 

Hier warnen nun Tempo30-Schilder. Ein zusätzlicher Zebrastreifen hätte Fußgängern und Kindern aber vielleicht nur eine "Scheinsicherheit" vermittelt, weswegen darauf verzichtet wird.

Die Sicherheit und die Überquerungsmöglichkeiten an der Reiffenstuelstraße auf Höhe des Spielplatzes wurde bereits verbessert. Jüngst wurde der Straßenbereich vor dem Spielplatz in der Au für die Autofahrer auf 30 km/h beschränkt. Bereits 2016 brachte die Stadtverwaltung eigens Info-Schilder für die Autofahrer an, dass sie sich einem Spielplatz nähern. Ein Zebrastreifen soll jedoch nicht entstehen, befürchtet wurde dadurch eine "Scheinsicherheit" wegen der schlechten Sichtverhältnisse.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser