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"Grenzt an pure Naivität!"

Tierschützer nimmt die Argumente von "Circus Krone"-Fans auseinander

Traunstein/Rosenheim - Unser Artikel "Behandelt 'Circus Krone' seine Tiere doch artgerecht", sorgte für große Diskussionen auf unseren Social Media-Kanälen.

Am Mittwoch berichteten von einem Offenen Brief vom Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" an Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel. In diesem führten die Zirkus-Befürworter auf vier Seiten Argumente auf, wonach sich der "Circus Krone" eben doch gut um seine Tiere kümmere. 

Der Zirkus wird in den kommenden Monaten neben Traunstein auch in Rosenheim, Freilassing, Burghausen und Mühldorf gastieren. In all diesen Städten protestiert die "Aktionsgruppe Tierrechte Bayern" gegen die Tiershows (wir berichteten). 

So las auch Simon Fischer von der Aktionsgruppe unseren Artikel - und sandte uns noch am Mittwochabend eine E-Mail zu, mit der er zentrale Argumente der Zirkusfreunde als falsch widerlegen will

Eingeschüchtert durch Peitschen und Stöcke? 

Scharf geht Fischer etwa mit der Behauptung ins Gericht, die Dressur beruhe auf einem wechselseitigen Vertrauensverhältnis und der Lernprozess bereite den Tieren sogar Freude. 

"Der Glaube, eine Dressur wilder Tiere könne einzig und allein durch Vertrauen und Belohnung erfolgen, grenzt an pure Naivität. Aus gutem Grund sind Peitschen, Stöcke und Elefantenhaken im Einsatz. Auch bei Circus Krone", so Fischer. Mit dem Elefantenhaken schlage der Dompteur an sensible Stellen. Das Wissen über den Hakens reiche daher meist schon aus, um die Elefanten einzuschüchtern. 

Auch das Argument, dass die Tiere im Zirkus im Durchschnitt ein höheres Lebensalter erreichen, zweifelt Fischer an. So sei beispielsweise 2012 die afrikanische Elefantendame "Sandrine" mit nur 28 Jahren verstorben. In der freien Wildbahn würden afrikanische Elefanten dagegen bis zu 70 Jahre alt. Sowieso sei ein guter Pflege- und Ernährungszustand der Tiere aber kein Beleg für eine artgerechte Haltung. 

Elefanten könne man nicht mit Hunden vergleichen

Zuletzt empörte sich der Tierschützer noch über folgenden Satz: "Ein Circus-Elefant steigt so selbstverständlich in seinen Transportwagen ein, wie ein Hund in das Auto seines Herrchens." Dieser Vergleich hinke gewaltig, denn Hunde seien über Jahrtausende von den Menschen domestiziert worden. Dagegen entspreche ein Transport "in engen, wackeligen Lkw" nicht der Natur von Elefanten und verursache möglicherweise erhebliche Gelenkerkrankungen. 

Rubriklistenbild: © pa

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