Warum eine Absenkung nicht möglich ist

25-Zentimeter-Bordstein: Stolperfalle Wegscheid? 

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Bis zu 25 Zentimeter Höhe weisen die Bordsteine entlang der Wegscheid-Brücke auf. Für ältere Menschen oft ein gefährliches Hindernis. 
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Traunstein - Nicht alle der Bordsteine bei den Fußgängerampeln an der Wegscheid sind abgesenkt, manche messen gar 25 Zentimeter - ein Problem vor allem für ältere Leute.

23 bis 25 Zentimeter misst der Bordstein an der Fußgängerampel über die Äußere Rosenheimer Straße an der Wegscheid-Brücke - auf der anderen Seite der Bahngleise ist der Bordstein dagegen abgeflacht. Wie kann das sein? 

Ernst Schropp brachte das Problem im Traunsteiner Seniorenbeirat vor: Es sei inzwischen auch schon zu Stürzen älterer Menschen gekommen. Doch das Problem lässt sich wohl nicht so leicht beheben. Laut Oberbürgermeister Christian Kegel sind unter den Gehwegen auf der Seite der Schienen tragende Teile der Brücke verbaut

Schropp machte deshalb den Vorschlag, einen entsprechenden Warnhinweis anzubringen. „Beim Thema Schilderwald scheiden sich die Geister. Für die einen gibt es zu viele Schilder, für die anderen für wenig“, meinte Kegel. Aber die Stadt werde den Wunsch überprüfen. Peter Perseis meinte, bei hohen Bordsteinkanten und Stufen wäre für Sehbehinderte die Kennzeichnung eine große Hilfe. 

Weitere Anliegen der Senioren

Ernst Holl monierte, dass die Ecke Crailsheimstraße und Stadtpark sehr schlecht ausgeleuchtet sei. Der stellvertretende Vorsitzende Siegfried Blach wollte wissen, wie es mit der Pflasterung an der Crailsheimstraße beim Seniorenheim der Diakonie ausschaue, die für Rollstuhl- und Rollatorfahrer ein Huindernis sei. Der Oberbürgermeister sagte, wo es Stolperfallen gebe, würden diese beseitigt. Holl sagte, die Bushaltestelle auf dem Maxplatz sei zu klein, es gebe zu wenig Sitzplätze. Außerdem sei das Bushäuschen bei Regen und Schnee zu wenig dicht. 

Rufbus

Hans Brandstetter sprach den Wunsch aus, dass der Rufbus auch nach Langmoos fährt. „Das muss nicht sofort sein. Falls der Rufbus jedoch erhalten bleibt, möchte ich im Sinne der Gleichbehandlung um eine Haltestelle werden“, meinte er. Es gebe etliche Stadtteile in Traunstein, den der Rufbus anfahre. Der Oberbürgermeister antwortete, man müsse die Zukunft des Rufbusses abwarten. Im kommenden Jahr werde die Förderung zurückgefahren, sodass sich die Kosten für den Rufbus für die Stadt erhöhten. Taxischeine auszugeben, wäre billiger. 

Die Ungleichbehandlung gelte auch für andere Stadtteile, die der Rufbus nicht bediene. Schorsch Niederbuchner schlug vor, den Rufbus nach Langmoos mit ehrenamtlichen Fahrern zu unterhalten. Kegel war skeptisch. Zum einen brauche die Stadt solche Fahrer, zum anderen mische sie sich in privatwirtschaftliche Dinge ein. Günter Buthke sagte dazu, in der Gemeinde Surberg werde der Rufbus mit Ehrenamtlichen erfolgreich betrieben. 

Waltraut Blach wünschte sich, dass der Rufbus mittags und abends länger unterwegs ist. Dr. Brigitte Grimm wies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt bei der Aufführung von „Peter Pan“ hin. Neben dem „Jungen Ensemble Chiemgau“ spielten auch drei Mitglieder des Seniorentheaters des Seniorenbeirats mit. Dessen Leiterin Jutta Bräutigam, die auch die Co-Regie inne hat, erklärte, es sei schön, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten. 

Blach berichtete von der Bezirksversammlung der Bayerischen Landesseniorenvertretung in Eching. Themen seien unter anderem das Mehrgenerationenhaus, Mitwirkungsrechte durch das Seniorenmitwirkungsgesetz, die Seniorentauglichkeit der Deutschen Bahn, das Einbringen von Erfahrungen junger Rentner für die Jugend sowie die Frage, ob Senioren digital abgehängt seien, gewesen. 

xe/Bjr

Quelle: chiemgau24.de

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