Schulstandort Kammer soll erhalten bleiben

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Traunstein - Im Sinne einer möglichst wohnortnahen Beschulungsmöglichkeit hält die Stadt Traunstein am Schulstandort Kammer fest.

Der Stadtrat stimmte vergangene Woche einstimmig einem Vorschlag der Stadtverwaltung zu, wonach zum neuen Schuljahr die morgendliche Beförderung der Kinder aus der Kernstadt mit dem Schulbus und eine Mittagsbetreuung bis 14.30 Uhr eingeführt werden soll.

Seit einigen Jahrzehnten besteht das Problem, dass die nach Kammer ausgelagerten Grundschulklassen der Ludwig-Thoma-Volksschule aufgrund der niedriger werdenden Schülerzahlen immer mehr ausdünnen. Im Schulhaus Kammer wären an sich die gleichen Klassenstärken – also zwischen 20 und 25 Kinder pro Klasse - wie in den restlichen Klassen der Ludwig-Thoma-Volksschule erforderlich. Derzeit ergibt sich aus den Daten des Einwohnermeldeamtes allerdings, dass jährlich nur etwa 10 bis 12 Kinder aus den nördlichen Ortsteilen um Kammer zur Einschulung kommen. Das bedeutet, dass 10 bis 15 Kinder aus der Kernstadt für Kammer benötigt werden, um die schulrechtlich geforderten Klassenstärken zu erreichen.

Um die Akzeptanz der Eltern hierfür in der Kernstadt zu fördern, sei laut der Schulleitung in Kammer eine Verbesserung der Rahmenbedingungen von Nöten. Zu diesen gehörten zum einen die morgendliche Beförderung der Grundschüler mit dem Schulbus nach Kammer und zum anderen das Angebot einer Mittagsbetreuung. Für beide Schwerpunkte hat die Stadtverwaltung entsprechende Vorschläge entwickelt, die dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt wurden. „An sich ist das Schulhaus in Kammer mit den kleinen Klassen und der umgebenden ländlichen Idylle der ideale Ort für die Beschulung von Grundschulkindern“, betonte Oberbürgermeister Manfred Kösterke..

Beschlossen wurde, dass die bisher über ÖPNV-Busse abgewickelte Beförderung der Schüler morgens von Traunstein nach Kammer ab dem Schuljahr 2012/2013 über eigene Schulbusse organisiert wird; die Beförderung nach Schulschluss von Kammer nach Traunstein erfolgt weiterhin über die zeitlich sehr günstig fahrenden Linien des ÖPNV mit Einsetzung von Schulwegbegleitern. Die dadurch entstehenden Mehrausgaben in Höhe von geschätzt 48.000 Euro trägt die Stadt Traunstein.

Einig war sich der Stadtrat auch über die Einführung einer Mittagsbetreuung bis 14.30 Uhr – allerdings müssen mindestens 12 Kinder diese in Anspruch nehmen. Ein entsprechender Beschluss wurde einstimmig gefasst, jetzt ist es an der Stadtverwaltung, hier den konkreten Betreuungsbedarf zu ermitteln und konkrete Kostenschätzungen vorzulegen.

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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