Urteil gegen Trostberger, Freispruch für seine Kumpels

Gewalt nach "Felsenkeller" gegen Security und Polizei

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Traunreut/Traunstein - Eine empfindliche Strafe wurde nun gegen einen 30-jährigen Trostberger verhängt, der nach der Felsenkeller-Party in Stein 2016 zuschlug - seine drei Bekannten wurden dagegen freigesprochen.

Eine zehnmonatige Haftstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verhängte das Amtsgericht Traunstein am Dienstag gegen den 30-jährigen Trostberger. Außerdem muss er 8000 Euro Schmerzensgeld an die Geschädigten zahlen. Das Gericht verurteilte ihn wegen versuchter, vorsätzlicher und fahrlässiger Körperverletzung.

Am frühen Morgen des 28. März 2016 soll es nach der Felsenkeller-Party in Stein zur Eskalation gekommen sein: Die Security-Mitarbeiter schickten die letzten Gäste vom Gelände, darunter auch den Trostberger. Der soll aber einen der Ordner daraufhin mit beiden Fäusten gegen die Brust geschlagen haben. 

Der 30-Jährige soll danach seine Freunde verständigt haben, auch weitere Securitys kamen hinzu. Bei einem Faustschlag gegen den Kopf wurde einer der Ordner laut Anklage so stark verletzt, dass er drei Tage lang krank geschrieben war. Dass aber auch die drei Kumpels des Hauptangeklagten auf die Securitys losgingen, konnte vor Gericht nicht eindeutig nachgewiesen werden - die Männer aus Altenmarkt, Feichten und Trostberg wurden freigesprochen. 

Als dann auch die Polizei mit zwei Streifen eintraf wurde einer der Beamten vom 30-jährigen Trostberger im Gerangel so stark am Knie verletzt, dass Innen- und Kreuzband rissen. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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