Schein-Pflege als Einnahmequelle

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Traunstein/Bischofswiesen - Der Prozess gegen eine 56-jährige Bischofswieserin wegen Betrugs und versuchter Freiheitsberaubung geht heute am Landgericht Traunstein in die Berufung.

Der Frau wird vorgeworfen, eine stationäre Pflegeeinrichtung ohne Genehmigung geführt und eine demenzkranke Frau dort eingesperrt zu haben. Der Mann der Demenzkranken hatte ein Jahr lang monatlich 1075 Euro für die Pflege und Unterbringung seiner Frau gezahlt, ohne zu ahnen, dass die 56-Jährige als Pflegekraft nicht qualifiziert war. Die Bischofswieserin sperrte die Frau außerdem in ihrem Zimmer ein. Sie habe versucht, zu verhindern, dass die Kranke das Zimmer verlässt, heißt es in der Anklageschrift. Ob diese es allerdings jemals versucht hat, ist nicht bekannt.

In erster Instanz wurde die Angeklagte zu einer Geldstrafe verurteilt. Das war der Staatsanwaltschaft zu wenig und der 56-Jährigen zu viel, deshalb legten beide Berufung ein.

Der Prozess beginnt am Donnerstag um 9 Uhr am Landgericht Traunstein. BGLand24 wird vor Ort sein und ausführlich über den Ausgang berichten.

cz

Rubriklistenbild: © pa/Symbolfoto

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