Prozessbeginn vor dem Landgericht

Doppel-Vergewaltigung: Opfer berichtet von der Tat

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Traunstein - Unter Tränen schilderte die Geschädigte den Verlauf des Abends ihrer Vergewaltigung am ersten Prozesstag. Die beiden Angeklagten hingegen schwiegen zu den Vorwürfen.

Update 16 Uhr:

Zum Prozessauftakt unter dem Vorsitz von Richter Erich Fuchs am Landgericht in Traunstein, machten die beiden 27- und 37-jährigen Angeklagten keine Angaben zur Sache und beantworteten auch keine Fragen zu den Vorgängen in der Nacht Ende Mai. Über ihre beiden Anwälte ließen die zwei Rosenheimer jedoch bekanntgeben, dass es in der Wohnung zu sexuellen Handlungen gekommen sei, diese jedoch einvernehmlich mit der Geschädigten stattgefunden hätten.

Nach der Aussage der zuständigen Sachbearbeiterin der Kriminalpolizei machte dann die 40-jährige Reinigungskraft detaillierte Angaben zur Vergewaltigung und belastete dabei die beiden Angeklagten schwer. So soll die Geschädigte mehrfach zu sexuellen Handlungen an beiden Männern unter Androhung und auch Anwendung von Gewalt gedrängt worden sein. Während ihrer Aussage brach die Frau mehrfach in Tränen aus. In der anschließenden Befragung durch die beiden Verteidiger der Angeklagten, versuchten die Rechtsanwälte etwaige Unstimmigkeiten mit der direkt nach dem Tatgeschehen getätigten Aussage bei der Polizei seitens der Geschädigten aufzudecken.

Zum Ende des ersten Verhandlungstages werden noch weitere Zeugen im Fall gehört, die das Tatgeschehen jedoch nicht direkt verfolgt hatten. Mit einem Urteil bereits am zweiten Prozesstag ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht zu rechnen.

Vorbericht:

Nachdem eine Frau im Mai diesen Jahres nach einem nächtlichen Lokalbesuch in der Rosenheimer Innenstadt vermeintlich in einer Wohnung vergewaltigt worden ist, stehen am Montag nun zwei Angeklagte in Traunstein vor Gericht. Den beiden Rosenheimern wird dabei Vergewaltigung aber auch Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Den beiden 27- und 37-jährigen Männern wird dabei zur Last gelegt, dass sie Ende Mai unmittelbar nacheinander, unter der Androhung und der Ausführung von Gewalt, Geschlechtsverkehr mit einer Frau vollzogen haben sollen. Nachdem die Geschädigte anfangs noch freiwillig mit in die Wohnung eines der Angeklagten gegangen sein soll, sollen die beiden Männer sie danach daran gehindert haben, die Wohnung wieder zu verlassen, indem sie die Wohnungstür abgesperrt haben.

Als einer der beiden Angeklagten bereits ungeschützten Geschlechtsverkehr mit der Frau gegen ihren Willen und mit Gewalt vollzogen habe, soll auch der andere Angeklagte nach Schlägen gegen den Oberkörper oral von ihr befriedigt worden sein. Aus Angst vor weiteren Schlägen, habe die Geschädigte das Geschehen weiter über sich ergehen lassen. Nach verschiedenen weiteren Handlungen sollen die beiden Angeklagten dann letztlich von der Frau abgelassen haben worauf sie die Wohnung verlassen konnte. Die Geschädigte soll dabei zahlreiche Verletzungen und Schmerzen am ganzen Körper davongetragen haben.

Für den Prozess sind insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Wir halten Sie im Laufe der Woche mit Neuigkeiten aus dem Gerichtssaal auf dem Laufenden.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa /pa

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