Stadt sucht händeringend

Personalmangel im Kindergarten: Lässt sich diesmal jemand finden?

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Der Kindergarten am Traunsteiner Klosterberg.
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Traunstein - Die Situation im Kindergarten am Klosterberg ist zugespitzt: Fünf Personen kümmern sich momentan um 75 Kinder. So kann es nicht bleiben - die Stadt braucht Neueinstellungen.

Drei Kindergärtnerinnen sind momentan schwanger, einige weitere krank geschrieben - der Kindergarten am Klosterberg in Traunstein kommt personell momentan am Zahnfleisch daher. Barbara Kramer, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats, sprach jüngst im Traunsteiner Tagblatt von einem "Debakel" und einer "beinahe untragbaren Situation". 

Wer genau gesucht wird

Nun geht die Stadt Traunstein in die Offensive und will die Situation schnellstmöglich beheben: Gesucht werden befristet als Schwangerschaftsvertretung mit der Option auf Verlängerung wegen Elternzeitvertretung beziehungsweise auf Festanstellung insgesamt zwei Erzieher und zwei Kinderpfleger. Die Ausschreibungen im Internet, der Zeitung und bei der Agentur für Arbeit werden diese Woche veröffentlicht. Auch für das Kindergartenjahr 2018/19 werden für die KiTas schon jetzt Berufspraktikanten gesucht

Ob die Stadt diesmal Erfolg hat? Schon im Juli schrieb die Stadt Stellen aus, doch es ließ sich nur eine geeignete Mitarbeiterin finden. "Wir sind uns bewusst, dass es derzeit schwierig ist, geeignete Bewerber zu finden – vor allem bei den Erziehern und Kinderpflegern, denn hier ist der Arbeitsmarkt spätestens seit der Einführung des Anspruches auf einen Kinderkrippenplatz für Ein- bis Dreijährige nahezu leergefegt", so Oberbürgermeister Christian Kegel. Auch Mitarbeiter in Elternzeit oder ehemalige Beschäftigte, die nun im Ruhestand sind, sollen angefragt werden.

Sparmaßnahmen wurden verschoben

Mit seiner Entscheidung im Oktober machte der Stadtrat den Weg frei, dass das Aushilfspersonal im Kindergarten eingestellt werden kann. Gleichzeitig entschied man sich dagegen, den Anstellungsschlüssel in Traunsteins Kindergärten nicht nach unten anzupassen. Ob und wie an den Kindergärten gespart wird, soll sich erst im Jahr 2019 entscheiden. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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