Wie wird Gebäude künftig genutzt?

Nur noch Automaten: Sparkasse verlässt Traunsteiner Stadtplatz

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Die 14 Angestellten ziehen vom Stadtplatz in die anderen Sparkassen-Standorte an der Rosenheimer Straße. Die freiwerdenden Räume am Stadtplatz werden vermietet. 
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Traunstein - Schon im Sommer hat die Sparkasse im Landkreis eine Reihe von Schaltern geschlossen, bald gibt es auch in der Filiale am Stadtplatz nur noch Automaten. 

Die Umstrukturierungen bei der Sparkasse im Landkreis Traunstein gehen weiter. Auch aus dem Standort am Traunsteiner Stadtplatz wird ab März 2020 eine reine Selbstbedienungs-Filiale mit Automaten, berichtet das Traunsteiner Tagblatt. Die 14 Angestellten werden nach dem Auszug dann in den Niederlassungen am Sparkassenplatz und an der Ludwig-Thoma-Straße weiterbeschäftigt, schreibt die Zeitung.

Räume werden an Gewerbetreibende vermietet

Am Stadtplatz werden folglich die Obergeschoße frei, das Haus gehört der Sparkasse. Laut Traunsteiner Tagblatt will die Sparkasse die Räume an Gewerbetreibende weitervermieten. Konkretes lässt sich dazu noch nicht sagen, die Verhandlungen laufen. Schon im Sommer schloss die Sparkasse im Landkreis Traunstein eine Reihe von Schaltern, unter anderem in Schleching, Palling, Unterwössen, Inzell und Traunwalchen.

Die Gründe dafür seien der "Trend zum Online-Banking, zur verstärkten Nutzung der SB-Geräte und digitaler Kommunikationswege", so Roger Pawellek, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, im Sommer: "Einmal im Jahr zur Geschäftsstelle, 350 Mal Kontakt übers Internet – so entscheiden sich die Kunden heute. Die Mehrheit erledigt Kontoabfragen, Überweisungen sowie andere Standard- und Routinedienstleistungen an Endgeräten zu Hause, am Arbeitsplatz oder von unterwegs."

Dass bei der Traunsteiner Sparkasse Veränderungen anstehen kündigte sich schon durch die möglichen Pläne an, südlich von Haslach ein neues, großes Verwaltungsgebäude zu bauen. Im Gegenzug würde ein Standort in der Kernstadt aufgelöst. Die Frage, welche Räume die Sparkasse aufgibt, hat sich damit beantwortet - auch wenn ein Neubau südlich von Haslach noch alles andere als eine beschlossene Sache ist. 

Sparkassen-Vorstand Roger Pawellek machte gegenüber chiemgau24.de auch bereits klar, dass man auf jeden Fall in der Stadtmitte bleiben wolle: "Entscheidend ist, dass wir uns hier zukunftsgerichtet entwickeln können." Man brauche aber "moderne Räumlichkeiten und eine gute Erreichbarkeit mit ausreichend Parkplätzen".

xe

Quelle: chiemgau24.de

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