Gymnasium lässt den Roboter tanzen

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Traunstein - Bereits seit 2003 gibt es das Unterrichtsfach "Robotik" am Chiemgau-Gymnasium. Dank einer Stiftung können die Schüler jetzt mit einem humanoiden Roboter arbeiten.

Bislang haben die Schüler des Chiemgau-Gymnasiums mit den Robotern der Lego-Serie "Mindstorm" herumexperimentiert. "Die Kinder konnten dabei selbst die Modelle zusammenbauen und programmieren. Der Nachteil war allerdings, dass es nur fahrbare Roboter sind", erklärte Diether Thumser, Lehrer am Chiemgau-Gymnasium. 

Bei dem humanoiden Roboter NAO könne man zwar die Hardware nicht verändern, aber jeder Schüler habe die Möglichkeit, sein eigenes Programm zu erstellen. "Der Roboter ist von Grund auf mit einem 'Behavior' - also einem bestimmten Grundverhalten - ausgestattet. Und man kann ihm mit sehr geringem Aufwand weitere Verhaltensweisen beibringen." Dazu müsse man nicht einmal eine Programmiersprache beherrschen. "Der Vorteil ist daran, dass wir mit dem neuen Roboter auch andere Zielgruppen ansprechen können."

Gymnasium bekommt humanoiden Roboter

Der humanoide Roboter NAO der Firma "Aldebaran Robotics" aus Frankreich verfügt über besondere Sensoren, die sowohl aus der Perspektive der Physik als auch der der Informatik viele neue Lerninhalte vermitteln lassen. Das Chiemgau-Gymnasium ist eines der ersten Gymnasien in Deutschland, das mit einem NAO-Roboter arbeiten kann.

Gestiftet wurde das rund 10.000 Euro teure Gerät von der Firma Heidenhain - allerdings nicht ohne Hintergedanken: "Wir wollen natürlich erreichen, dass sich viele junge Leute für die Technik interessieren und begeistern. Und vielleicht lassen sich so auch neue Leute gewinnen, die später einmal in diesem Bereich arbeiten wollen", so Konrad Sterfinger, Director of Human Resources bei Heidenhain.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © ps

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