Auch ein neuer Name soll's richten

Mitgliederschwund: Werbegemeinschaft muss sich neu ausrichten

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Thomas Miller, 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Traunstein, will durch die Namensänderung in "Traunstein erleben" alle Berufsgruppen ansprechen. 
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Traunstein - Die Werbegemeinschaft ist das Herz der "Einkaufsstadt Traunstein" - doch die Mitglieder werden immer weniger: Jetzt wurde der Startschuss für eine neue Ausrichtung gegeben.

Bis in die 1990er-Jahre wuchs die Werbegemeinschaft Traunstein Schritt für Schritt - bis man 1995 mit über 200 Mitgliedern sogar zur größten Werbegemeinschaft Bayerns ernannt wurde. Hinter der so beworbenen "Einkaufsstadt Traunstein" stand ein lebendiger Verband von alteingesessenen Einzelhändlern und Geschäften. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: 96 Mitglieder zählt die Werbegemeinschaft heute noch

Neuer Name "Traunstein erleben" statt "Werbegemeinschaft"

"Unser Problem: Im Handel sind kaum neue Mitglieder zu gewinnen, weil sich die Einzelhandelsstruktur ändert und immer mehr Filialen eröffnen", so Thomas Miller, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung im Schnitzlbaumer. Es sollten aber möglichst alle Berufsgruppen vertreten sein - nicht nur Geschäftsinhaber, sondern beispielsweise auch Ärzte oder Anwälte: "Auch sie brauchen beispielsweise ja auch Parkplätze."

Die Neuausrichtung soll deshalb im Namen sichtbar werden. Die 27 anwesenden Mitglieder stimmten mit großer Mehrheit dafür, die Werbegemeinschaft in "Traunstein erleben" umzubenennen. Weitere Namensvorschläge waren "Traunstein aktiv", "Traunstein City" und "Traunstein lebt". Von einem "unheimlich wichtigen Schritt" sprach auch 3. Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner: "Jetzt wird deutlich, dass jeder mitmachen kann." Schon im vorigen Jahr gab sich der Verband ein frisches Logo, 2020 könnten durch Neuwahlen auch neue Gesichter an dessen Spitze treten.

Rosentage und Salinenjubiläum als große Projekte 2019

"Manche Geschäftsinhaber wissen gar nicht, welche Geschäfte es in ihrer Straße noch gibt, sowas darf nicht passieren", warnte Thomas Miller. Durch die Neuausrichtung erhofft er sich jetzt "neuen Schwung für eine gute Zukunft". Das größte Projekt werden auch heuer die Rosentage. Am "Rosensonntag" soll es am Stadtplatz auch wieder eine große Autoausstellung geben. Außerdem werden derzeit - passend zu den anstehenden Jubiläumsfeiern - Salzpäckchen mit der Aufschrift "400 Jahre Salinenstadt Traunstein" produziert und dann an die Geschäfte verteilt.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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