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Amtsgericht verhängt Geldstrafe

Hygienekontrollen: Traunsteiner Dönerfleisch-Lieferant verurteilt

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Traunstein - Gefrorenes Dönerfleisch, das in ungekühlte Transporter geladen wurde - das Landratsamt erwischte eine Traunsteiner Firma, die dafür jetzt verurteilt wurde.

Ein Groß- und Einzelhändler aus Traunstein, der unter anderem Dönerfleischspieße an Kunden weiterverkauft, wurde am Donnerstag vor dem Amtsgericht Traunstein zu einer Geldstrafe verurteilt. Wegen einer fahrlässigen Ordnungswidrigkeit gegen das Lebensmittelgesetz muss der Geschäftsführer der Firma ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro zahlen.

Dönerfleisch landete in ungekühlten Lastwägen

Im Mittelpunkt der Verhandlung standen zwei Vorfälle aus dem Jahr 2018: Eine Hygienekontrolleurin des Landratsamtes erwischte dort im Juli einen Fahrer, als er gefrorene Spieße mit Dönerfleisch zum Weitertransport in einen ungekühlten Lkw lud - die Kühlkette war also unterbrochen. Der Fahrer war zwar bei einer anderen Firma angestellt, die sich den Kühllaster bei der Traunsteiner Firma nur auslieh, "aber trotzdem muss das Verladen kontrolliert werden", so Richter Christopher Stehberger. 16 Grad wurden im Ladebereich des Lkw gemessen.

Bei einer weiteren Kontrolle im August 2018 dann ein ganz ähnlicher Fall, doch diesmal war auch der Fahrer bei der beschuldigten Firma angestellt. 22 Grad wurden im Ladebereich gemessen. Der Fahrer war laut der Kontrolleurin einsichtig und habe versichert, dass er die Kühlung nach Fahrtbeginn einschalten wollte. Minus 15 Grad sollten im Ladebereich eines Lkw bei gefrorenem Fleisch eigentlich herrschen.

Ayran auf dem Beifahrersitz transportiert

Vor Gericht wurde ein weiterer Verstoß der Traunsteiner Firma bekannt: "Weil die Ladefläche verschmutzt war, wurde einer Ihrer Fahrer dabei erwischt, Ayran einfach auf dem Beifahrersitz transportiert zu haben", so der Richter. Das Joghurtgetränk sollte eigentlich bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden. Der Vorfall vom Juni 2018 wurde vom Gericht aber als erledigt angesehen, weil bereits damals ans Landratsamt ein Verwarngeld in Höhe von 50 Euro bezahlt wurde. 

In letzterem Fall sollte die Lieferung nach München gehen. Wer in den anderen Fällen die Adressaten waren wurde vor Gericht nicht bekannt. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa Maurizio Gambarini

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