Über Anwalt aus Lkr. Altötting und Bank in Mühldorf

"Henry Bolton" sollte gefälschten Millionen-Scheck bekommen

Mühldorf/Altötting/Traunstein - Wer ist "Henry Bolton"? Wer hat den Scheck gefälscht? Und wer hat im Hintergrund die Strippen gezogen? Alles Fragen, die auch vor dem Landgericht Traunstein unbeantwortet blieben. Eine Verurteilung gab es trotzdem:

Wie der Mühldorfer Anzeiger in seiner Montagsausgabe berichtet, wurde der spektakuläre Fall bereits vor rund einem Jahr vor dem Amtsgericht Mühldorf verhandelt. Über vier Millionen Euro sollten durch einen gefälschten Scheck an einen gewissen "Henry Bolton" gehen. Die mutmaßlichen Täter sollen damals versucht haben, über einen Anwalt aus dem Landkreis Altötting den Scheck bei Banken in der Region, unter anderem in Mühldorf, einzulösen. 

Damals gab es einen Freispruch für den 50-jährigen Hauptangeklagten aus Gelsenkirchen. Die Staatsanwaltschaft ging laut Mühldorfer Anzeiger jedoch in Berufung - und jetzt sah man sich vor dem Landgericht Traunstein wieder. Im Berufungsprozess leugnete der Mann weiter alles - sechs Tage lang. Dann gab der Mann über seinen Verteidiger plötzlich alles zu.

Hintergrund dürfte wohl sein, dass gegen den Gelsenkirchener plötzlich ein Haftbefehl des Duisburger Zolls wegen banden- und gewerbsmäßigen Diebstahls in 57 Fällen vorlag. Auch hier war laut der Zeitung offenbar ein "Henry Bolton" im Spiel. Ein weiterer Name führte die Ermittler aus Nordrhein-Westfalen schließlich zur Kripo Mühldorf, die den Fall bearbeitet hatte, nachdem der Anwalt den Scheck, den er nie einlösen konnte, an die Polizei weitergeleitet hatte.

"Ich habe noch nie einen so langen Haftbefehl gesehen", sagte die Vorsitzende Richterin und verdonnerte den Angeklagten nach "sechs harten Verhandlungstagen" zu 22 Monaten Haft ohne Bewährung. Der Anwalt wurde freigesprochen.

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Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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