Empfing: Sportzentrum ist genehmigt

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Der Stadtrat hat den Bau eines Mehrzweckgebäudes für das Sportzentrum Empfing genehmigt. Von einigen Behörden fehlt aber noch grünes Licht.

Traunstein - Das Sportzentrum in Empfing ist greifbar: Der Stadtrat genehmigte den Bau eines Mehrzweckgebäudes einschließlich einer Tribünenüberdachung.

Der Stadtrat treibt die Realisierung des geplanten Sportzentrums in Empfing weiter voran. In seiner jüngsten Sitzung genehmigte das Gremium mit 18:5 Stimmen den Bau eines Mehrzweckgebäudes einschließlich einer Tribünenüberdachung, das von der Bauherrengemeinschaft aus den beteiligten Fußballvereinen und der Stadt errichtet werden soll.

Die Tribüne soll 470 Sitz- und 100 Stehplätze umfassen. Das 44 mal 22 Meter große Gebäude soll mit einem Abstand von 25 Metern zum Traunufer entstehen und 80 Zentimeter über der kritischen Marke des 100-jährlichen Hochwassers gebaut werden. Einzelne Stadträte erneuerten ihre Befürchtung einer Ausweitung des Kostenrahmens wie auch der Hochwasserproblematik in Traunnähe.

Geplant sind im Erdgeschoss des Gebäudes Sanitärräume, im Obergeschoss unter anderem eine Gaststätte mit rund 140 Sitzplätzen, ein Schulungsraum und eine Hausmeisterwohnung. Vorgesehen sind 240 Stellplätze und fünf Sportplätze.

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke wies darauf hin, dass die Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes und die Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes hinsichtlich des Überschwemmungsgebietes und der Nähe zur Traun noch nicht vorliege. Er gehe aber von positiven Stellungnahmen aus. Sportreferent Uwe Steinmetz (UW) betonte, dass es wichtig sei, dass der Baubeginn, der für Mitte des Jahres avisiert ist, so gelegt und die Baumaßnahmen so durchgeführt würden, dass ein Spielbetrieb in der Saison möglich sei. Der OB erläuterte, dass die Maßnahmen zuerst ostseitig der Traun vorgesehen seien, im Anschluss solle der Umbau des ESV-Platzes erfolgen. Da wären aber die dann bereits fertig gestellten neuen Plätze an der Ostseite der Traun bespielbar.

Der Stadtrat beschloss mehrheitlich, dass die Planreife erteilt werden könne, sobald positive Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes und des Landratsamtes vorliegen.

Gewerke werden einzeln vergeben

Den Planungen, das Funktionsgebäude an einen Generalunternehmer zu vergeben, habe der Bayerische Landessportverband (BLSV) einen Strich durch die Rechnung gemacht, berichtete Kösterke. "Es ist zu einem Meinungswechsel beim BLSV gekommen." Weil ein Festhalten der Auftragsvergabe an einen Generalunternehmer förderschädlich wäre, plane die Stadtverwaltung nun eine Änderung in eine losweise Ausschreibung.

Nutznießer könnten insbesondere kleinere Bau- und Handwerksbetriebe aus der Region sein. Ein ausuferndes Kostenrisiko sehe man von Seiten der Stadtverwaltung nicht, wie es in der Sitzungsvorlage für die Stadträte hieß. Es könnten derzeit bereits etwa 70 Prozent der Gewerke ausgeschrieben werden, so das eine "weitgehende Kostensicherheit" erreicht werden könne.

Das sahen einige Stadträte anders. Florian Schützinger (UW) machte ein "ungutes Bauchgefühl" aus, weil man mit der Zustimmung auch ja zu kommenden Mehrkosten sage. CSU-Stadtrat Gerhard Schneider fragte, ob man rechtzeitig "bremsen" werde, falls die Kosten aus dem Ruder laufen würden. Sein Fraktionskollege, Zweiter Bürgermeister Hans Zillner, sah das Problem einer Kostenmehrung woanders: "Die größte Gefahr entsteht durch unsere Wünsche." Letztlich stimmten die Stadträte aber der losweisen Vergabe der Aufträge gegen sieben Stimmen zu.

Die geplanten Kosten für das Großprojekt liegen bei rund 4,6 Millionen Euro, der städtische Anteil, der weitestgehend aus dem Verkauf des Areals des FC-Platzes bestritten werden soll, liegt bei 3,7 Millionen Euro.

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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