Auf dem Regionaltag des Landkreises in Traunstein

Landrat Walch und Milchprinzessin versuchten sich am Melken

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Milchprinzessin Melanie Maier (links) und Landrat Siegfried Walch (rechts) versuchte sich auf dem Regionaltag des Landkreises in Traunstein beim Melken.

Traunstein - "Erlebt unsere Heimat, erlebt unseren Chiemgau". Das betonte Landrat Siegfried Walch bei der Eröffnung des Regionaltages auf dem Papst-Benedikt-XVI.-Platz in Traunstein am Sonntag Vormittag und wies auf die Bedeutung von regionalen Produkten hin, die es im Landkreis in großer Vielfalt gäbe.

Nach dem gelungenen Start im Jahr 2015 und dem großen Erfolg im vergangenen Jahr mit mehreren tausend Besuchern fand der von ihm ins Leben gerufene Regionaltag nun zum dritten Mal statt. Regionale Erzeuger präsentierten an ihren Marktständen auf dem Platz aber auch in den Räumlichkeiten des Landratsamts heimische Lebensmittel. Dass die Region dabei eine enorme Vielfalt aufzuweisen hat, wurde beim Rundgang auf dem Marktgelände deutlich: Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Obst, Gemüse oder Käse – angeboten aus regionaler Erzeugung und Herstellung. Damit nicht genug: Natürlich wurden für die vielen Hundert Besucher während der rund sechsstündigen kleinen Regionalmesse auch weitere Produkte wie beispielsweise heimischer Honig, Brot und Eis zum Kosten angeboten. Nach dem Probieren und so manchem persönlichen Gespräch mit den freundlichen Standbesitzern folgte dann bei vielen Besuchern der eine oder andere Kauf der Produkte. 

Bilder vom Regionaltag des Landkreises in Traunstein

Manche informierten sich nur

Manche Interessierte waren aber einfach auch nur gekommen, um sich zu informieren. Wird "regional" nicht zuletzt auch nach dem einen oder anderen Lebensmittelskandal und einem generellen Überdenken von Ernährungs- und Essgewohnheiten doch von vielen Verbrauchern als ihr Weg für ihre persönliche und nachhaltig gesunde Ernährung angesehen. Und so versuchten die Anbieter auch das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass man bei den angebotenen Waren und Produkten genau wisse, wo diese herkommen und man im persönlichen Gespräch fragen könne, welche Zutaten darin enthalten sind. Dass Regionalität daneben heißt, dass es keine langen Anlieferungs- und Anfahrtswege gibt, mache die Eigenversorgung mit regionalen Produkten auch unter dem Stichpunkt Nachhaltigkeit interessant, wie von Seiten der Anbieter immer wieder zu hören war.

Landrat Walch machte in seiner Eingangsrede deutlich, dass es an dem Tag für Jeden etwas zum Erleben und zum Erschmecken gäbe. "Heute ist für jeden etwas dabei." Er bedankte sich bei den Mitwirkenden und das Engagement der Einzelnen. "Der Landrat kann sich viel ausdenken, aber wenn keiner die Arbeit macht funktioniert es nicht“ so Walch, der auch die beiden Städte Traunstein für die gute Zusammenarbeit und Altenmarkt für das zur Verfügung stellen der Stände lobte.

Präsentation mitten in der Stadt

Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer freute sich über den Regionaltag und hatte ein Lob für den Landrat parat: "Schön, dass er sich so für die Landwirtschaft engagiert. Das ist nicht überall so. Er steht hinter unserer Landwirtschaft." Für den Kreisobmann war es vor allem wichtig, dass der Regionaltag mitten in der Großen Kreisstadt stattfindet. „Das stärkt das Bewusstsein der Menschen für regionale Produkte." Man veranstalte zwar im Wechsel mit der Gewerbeschau Truna alle zwei Jahre den Tag des offenen Hofes. Aber hier sei man eben bewusst in der Mitte der Stadt präsent. Auch das diesjährige Thema war ihm wichtig: Sei das Rind doch für die Veredelung von Gras unverzichtbar.

Kreisbäuerin Irina Esterbauer freute sich über den den ganzen Tag anhaltend guten Besuch. „Wir wollen mit dem Tag ja nicht nur Landwirte ansprechen sondern die ‚normale Bevölkerung‘ und zeigen, dass unsere regionalen Produkte eben nicht von weit her sondern aus der Region kommen. Nachhaltigkeit ist hier unser Sichtwort."

Produkte rund um das Thema „Rind“

In diesem Jahr stand der Regionaltag unter dem Thema Rind. Besucher konnten sich im Casino des Landratsamts bei Kochvorführungen mit Tipps für das eigene Kochen von Rindfleischgerichten versorgen. Etwas schwieriger als das Kochen gestaltete sich ein Melkkurs bei dem sich Interessierte als "Hobbylandwirt" versuchen konnten. Erfolgreich oder nicht – im Anschluss gab es auch bei begrenzter Eignung ein Diplom. Die Milchprinzessin Melanie Maier aus Halfing legte beim traditionellen Rundgang vor und auch Landrat Walch zeigte, dass er was von der bäuerlichen Arbeit versteht, wenngleich das Kannerl mit Wasser etwas weniger gefüllt war als bei der Milchprinzessin wie Ehrenkreisbäuerin Resi Schmidhuber genau überprüfte.

Dem aufkommenden Hunger der Besucher konnte Abhilfe geschaffen werden. Im auf dem Platz aufgebauten und teilmoderierten Festzelt gab es kulinarische, selbstgebackene Kuchen und Getränke zu den Klängen der Musikkapelle Nußdorf und Ochablech aus Unterwössen. Beim gemütlichen Zusammensitzen tauschten sich die Besucher über ihre Einkaufs- und Essensgewohnheiten aus oder freuten sich einfach an den vielen kleinen kulinarischen Köstlichkeiten, die der Regionaltag zu bieten hatte. Die jüngsten Besucher und ihre Eltern freuten sich über den kleinen Streichelzoo.

Fotos/Text: awi

Quelle: chiemgau24.de

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