Auch in Haft zündelte er noch weiter

Feuer im Inzeller Flüchtlingsheim: Gericht verurteilt jungen Mann 

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Foto vom Einsatz der Feuerwehren im Inzeller Asylbewerberheim am 15. Juli 2019. Der Täter wurde nun zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. 
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Traunstein/Inzell - Er legte einen Brand im Asylbewerberheim und zündelte danach auch noch bei der Polizei und im Gefängnis: Ein Flüchtling wurde deshalb jetzt zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt.

Niemand wurde wirklich verletzt, aber dreimal war ein Feuer schon gelegt: Weil er im Inzeller Flüchtlingsheim, in der Polizei Traunstein und im Gefängnis zündelte, wurde ein 23-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan am Dienstag verurteilt. Vier Jahre und drei Monate verhängte das Landgericht Traunstein, berichtet der Traunreuter Anzeiger. 

Am 15. Juli steckte der junge Mann im ersten Stock des Inzeller Asylbewerberheimes erst seine Matratze an und legte sie dann auf den Teppichboden. Auch ein Fensterrahmen fing Feuer. Als der 23-Jährige danach das Wohnheim verließ warf er noch mit einem Stein ein Fenster ein. Der erste Stock des Wohnheims war daraufhin für einige Zeit unbewohnbar. Der Gesamtschaden betrug 10.000 Euro.

Die Rußspuren über dem Fenster sind deutlich zu erkennen. 

Flüchtling wollte auf seine Probleme aufmerksam machen

Am Tag danach im Haftraum der Traunsteiner Polizei dasselbe: Der Afghane zündete eine Matratze und eine Decke an, Beamte konnten den Brand aber schnell genug löschen. Am 18. Juli der nächste Brand: Diesmal erwischte es die Einrichtung der JVA in Traunstein. Der 23-Jährige steckte in seiner Zelle eine Matratze, ein Kissen und den Balken eines Bettes an.

Auch im Gefängnis waren Beamte schnell genug zur Stelle, um den Brand zu löschen. Allerdings schlug der Angeklagte danach einen Beamten durch die Gitterstäbe, als diese ihn wieder zurück in die Zelle brachten. Verurteilt wurde der Mann nun wegen schwerer Brandstiftung und weiterer Taten. Sein Motiv? Laut Zeitungsbericht wollte der Asylbewerber auf seine Probleme aufmerksam machen.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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