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Notfallsanitäter mit Staatsexamen werden

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Rettungspersonal des Bayerischen Roten Kreuzes

Traunstein - Ab Oktober diesen Jahres startet sie zum ersten Mal: Die Ausbildung zum Notfallsanitäter! Bei dieser wird das Aufgabengebiet deutlich aufgewertet.

Am 1. Januar 2014 ist das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) in Kraft getreten und hat damit das seit 1989 bestehende Rettungsassistentengesetz (RettAssG) abgelöst. Dies betrifft auch den Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der nun ab Oktober erstmals die neu strukturierte und aufgewertete Ausbildung zum Notfallsanitäter anbieten wird.

4600 Stunden zur höchsten nichtärtzlichen Qualifikation

Der Notfallsanitäter soll künftig die höchste nichtärztliche Qualifikation des Rettungspersonals darstellen. Insbesondere bezüglich des eigenständigen Durchführens ärztlich veranlasster Maßnahmen wird sein Aufgabengebiet gegenüber dem des Rettungsassistenten deutlich erweitert. Damit die hierfür erforderlichen Kompetenzen erworben werden können, wird die Ausbildungszeit angehoben und umfasst nun insgesamt 4600 Stunden. „Der Rettungsassistent wurde durch ein Jahr Schule und ein Jahr Praxis ausgebildet. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter ist als dreijährige, duale Ausbildung angedacht“, erklärt Robert Hauptenbuchner, der beim BRK-Kreisverband Traunstein für die Ausbildung im Rettungsdienst zuständig ist.

Bewerbungen für 2015 bis Ende des Jahres

Der theoretische und praktische Unterricht erfolgt an staatlich anerkannten Notfallsanitäterschulen. In Bayern betreibt das BRK bereits zwei solcher Schulen (Burghausen und Augsburg), vier weitere sind derzeit in Planung. Die praktische Ausbildung findet in einer staatlich anerkannten Lehrrettungswache und an geeigneten Kliniken statt. An den Lehrrettungswachen werden die Auszubildenden von einem Lehrrettungsassistenten bzw. einem Praxisanleiter begleitet.

Die ersten beiden Auszubildenden zum Notfallsanitäter an den Lehrrettungswachen Traunstein und Trostberg werden ihren Dienst Anfang Oktober aufnehmen. Weitere Interessenten können sich bis Ende 2014 für das Ausbildungsjahr 2015 bewerben.

Vorraussetzungen und Überbrückungsmöglichkeit

„Zur Überbrückung eignet sich der Bundesfreiwilligendienst. Da sind bei uns noch Plätze offen“, berichtet Hauptenbuchner. Um sich für die Ausbildung zum Notfallsanitäter bewerben zu können, ist ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss sowie eine abgeschlossene Ausbildung von mindestens zweijähriger Dauer erforderlich. Im Gegensatz zur Rettungsassistentenausbildung wird die neue Ausbildung zum Notfallsanitäter vergütet. Zudem müssen die Schulkosten nicht mehr vom Auszubildenden getragen werden.

Abschluss mit Staatsexamen

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einem Staatsexamen. Bereits ausgebildete Rettungsassistenten haben die Möglichkeit, sich durch Vorbereitungslehrgänge und eine Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter weiter zu qualifizieren. Weitere Informationen zum Berufsbild des Notfallsanitäters und zur Bewerbung sind beim BRK-Kreisverband Traunstein (Tel.: 0861/98973-0 oder www.brk-traunstein.de) erhältlich.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

Quelle: chiemgau24.de

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