Kein angemessener Jugendtreff in Traunstein 

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Jugendratssprecher Mel David Tersteegen und die vertretende Jugendratssprecherin Alina Fohringer.
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Traunstein - Der Traunsteiner Jugendrat ist angefressen: "Seit Jahren verspricht die Stadt uns ein großes Jugendzentrum in der Güterhalle. Doch nun ist das Projekt auf Eis gelegt."

"Seit zweieinhalb Jahren haben wir nun schon kein angemessenes Jugendzentrum beziehungsweise einen Jugendtreff in Traunstein - und das in einer Stadt mit über 10.000 Schülern", meint Jugendratssprecher Mel David Tersteegen ernüchtert. Im Oktober sei nun auch das lang versprochene Projekt, ein großes Jugendzentrum in der Güterhalle einzurichten, vom Stadtrat auf Eis gelegt worden. Die derzeitige Übergangslösung sei aus mehreren Gründen unzureichend:

  • Die Stadt stellt derzeit nur einen einzigen Raum zur Verfügung, in dem die Jugendlichen keine Rückzugsorte finden. Zudem können keine gezielten Projekte angeboten werden. Es gibt auch keine Möglichkeit, sich für Gespräche jeglicher Art zurückzuziehen.
  • Für alle Besucher (Mädchen, Jungen und Personal) steht nur eine Toilette zur Verfügung. Das ist einerseits für die Besucher sehr unangenehm und andererseits bei mehr als zehn Jugendlichen nicht möglich.
  • Die Lage direkt am Stadtplatz bietet den Jugendlichen keine Freifläche, um sich sportlich zu betätigen oder einfach nur um draußen zu sitzen, ohne dass es zu Konflikten mit den Geschäften und den Anwohnern kommt.

Der Jugendtreff in Traunstein

Doch die Stadt will nun Abhilfe schaffen. "Für den Jugendtreff gibt es eventuell Räumlichkeiten, die sich auch für eine langfristige Nutzung eignen. Das mögliche Ersatz-Quartier für den Jugendtreff wurde bereits von Oberbürgermeister Christian Kegel, der Stadtjugendpflegerin Petra Breutel und Vertretern der Verwaltung besichtigt", heißt es in einer Stellungnahme der Stadt Traunstein. Wenn die Räumlichkeiten für eine langfristige Nutzung geeignet seien und mit dem Eigentümer der Immobilie ein langfristiger Vertrag, zu vernünftigen Konditionen, abgeschlossen werden könne, werde der Umbau und die Sanierung der Güterhalle zurückgestellt.

Dieser Aussage entspricht auch der Stadtratsbeschluss, der vom Gremium einstimmig angenommen wurde: Sollte sich das mögliche Ersatz-Übergangsquartier für den Jugendtreff auch für eine langfristige Nutzung eignen, wird der Umbau und die Sanierung der Güterhalle für multifunktionale Nutzung vorerst zurückgestellt. Die entsprechenden Planungen werden bis zur Klärung der zukünftigen Nutzung des Bahnhofsquartiers zurückgestellt.

Genaue Details über die Immobilie und den Zeitrahmen zur Errichtung eines neuen Jugendzentrums wollte man von Seiten der Stadt bislang nicht bekanntgeben. "Derzeit finden weitere Gespräche statt."

Quelle: chiemgau24.de

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