"Mundwerk-Crew" präsentiert neues Album

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Traunstein - Die Hip-Hopper der "Mundwerk-Crew" stellen am Wochenende ihr neues Album in Traunstein vor. Wir haben vorab mit Frontmann Sebastian Riepp über die Platte gesprochen:

Sebaino rappt für chiemgau24.de:

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Seit mehr als sechs Jahren ist die "Mundwerk-Crew" ein fester Bestandteil der regionalen Musikszene. Bei ihrer Gründung traten sie noch in einer drei-Mann Besetzung auf. Mittlerweile besteht die "Crew" aus acht Mitgliedern, darunter ein Schlagzeuger, ein Bassist, ein Trompeter, ein DJ und ein Keyboarder. Die Idee, eine Live-Band aufzubauen, kam den beiden Gründern Touze (Tobias Klauser) und Sebaino (Sebastian Riepp) im Sommer 2011 - nach dem Erscheinen ihres Debütalbums "Brot für die Szene". Und das Experiment glückte: Sofort nach ihrem ersten Auftritt in Neubesetzung beim Chiemsee Reggae Summer wurden sie von LaBrassBanda auf eine Deutschland-Tour eingeladen und sind seitdem ein ständiger Gast auf den Bühnen in Deutschland und Österreich. Mit "logoamstart" präsentiert die "Mundwerk-Crew" jetzt am kommenden Samstag in der Franz-Eyrich-Halle Traunstein ihre zweite Platte. Wir haben vorab mit Frontmann Sebastian Riepp über das neue Album gesprochen:

Seid Ihr nervös vor der Release-Party am Wochenende?

Ein bisschen Nervosität ist immer mit dabei, wenn man so lange an etwas gearbeitet hat und nicht genau weiß, wie es dann ankommt. Musikalisch ist das neue Album auch relativ anders als das letzte. Es ist ein neuer Sound, den wir mit der Band entwickelt haben. Aber wir haben aus dem Freundeskreis und von Bekannten schon positive Stimmen gehört über den neuen Sound. Wir sind ganz zuversichtlich, dass es gut ankommt.

Worin besteht der große Unterschied zum ersten Album?

Die ganze Platte wurde mit der Band aufgenommen. Es gibt kaum programmierte, gesampelte Sounds auf der Scheibe. Hier und da wurde schon ein bisschen dazu-produziert, um es ein wenig fetter klingen zu lassen. Aber ansonsten ist alles live eingespielt. Das war für uns auch ein wichtiger Entwicklungsschritt, im Gegensatz zur ersten Platte, wo wir viel noch mit Samples gemacht haben und aus der Box im klassischen Hip-Hop-Sinne. Musikalisch haben wir aber schon geschaut, dass wir das ganze wieder bunt gestallten.

Bei dem neuen Song "Weiss-Blauer" rappt Ihr auf Bayerisch. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen? War es der Einfluss von Stefan Dettl, der auch bei dem Lied auch mitsingt?

Nein, gar nicht. Wir haben den Stefan erst hinzugezogen, als das ganze schon fertig war. Das war von meiner Seite aus, weil ich mal eine Hymne machen wollte über meine Heimat. Wenn man eine Hymne über Bayern macht, dann muss das ganze natürlich auf Mundart sein. Wir reden auch untereinander mal Mundart und mal Hochdeutsch, wie es uns gerade passt. 

Und wie habt Ihr Stefan Dettl für den Song gewinnen können?

Wir waren oft mit ihm und LaBrassBanda unterwegs und auch bei ihrer Tour dabei. Deswegen haben wir uns gedacht, dass es cool wäre, wenn Stefan bei dem Lied dabei wäre. Er verkörpert das einfach mit seiner Musik, seinem Auftreten und seiner Person. Wir haben ihn dann gefragt und er hat sofort gesagt, dass er dabei ist.

Sonst sind Eure Texte immer auf Hochdeutsch. Wieso nicht mehr Bayerisch?

Wir hören das in letzter Zeit öfter, weil dieses Mundart-Thema gerade boomt. LaBrassBanda hat das ganze auch ein bisschen losgetreten, in der tanzbaren Musikszene. Aber es ist nicht unbedingt unser Ziel, auf diesen Zug aufzuspringen. Bei dem Lied "Weiss-Blauer" hat es einfach gepasst. Erstmal wollen wir aber nicht weitermachen in Sachen "Mundart".

"Weiss-Blauer" ist fast schon eine Liebeserklärung an den Chiemgau. Was bedeutet Euch die Region?

Es ist unsere Heimat, zumindest von einem Großteil der Band. Wir haben hier unsere Freunde, unsere Anekdoten, die uns an Früher erinnern. Als wir angefangen haben zu rappen sind der Touze und ich immer rausgefahren an den See oder in die Natur, haben uns in die Wiese gehauen und Texte geschrieben. Daher auch die Naturverbundenheit, die in "Weiss-Blauer" auch rüberkommt.

Ihr habt den Song vor kurzem bei einem Spiel vom TSV 1860 München in der Allianz Arena gespielt. Hat "Weiss-Blauer" einen Bezug zu den Löwen?

Nein, das Lied ist nicht Fußball- oder Sportbezogen. Die Münchner haben uns eben angehauen, weil der Titel natürlich gut zu ihnen passt. Aber für uns ist es nur auf unsere Heimat bezogen. Wir lassen natürlich so eine Gelegenheit nicht aus, in der Allianz Arena zu spielen.

Könnt Ihr von Eurer Musik leben?

Es war jetzt lange Zeit so, dass wir die Musik nebenher betrieben haben. Aber es ist einfach immer mehr geworden. Deswegen war jetzt bei Touze und bei mir jetzt die Entscheidung, das ganze hauptberuflich zu machen. Und wir können mittlerweile davon leben.

Quelle: chiemgau24.de

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