Zwölf Jahre Landrat

Die Ära "Hermann Steinmaßl"

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Die bewegende Karriere des Hermann Steinmaßl.
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Traunstein - In seinen zwölf Jahren als Landrat hat der 65-Jährige einiges bewegt im Landkreis Traunstein. Wir blicken zurück auf die Ära "Hermann Steinmaßl".

Am 3. März 2002 wird der Fridolfinger Diplom-Ingenieur Hermann Steinmaßl mit 54,3 Prozent zum neuen Landrat gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Mai 2002 an und wird am 2. März 2008 mit 55,9 Prozent wiedergewählt. Mit ihm gelangt erstmals ein Unternehmer aus der freien Wirtschaft auf den Chefsessel des Traunsteiner Landratsamts.

Als neuer Landrat setzt er vom ersten Tag an auf völlig neue Schwerpunkte. Sein Motto: "Wir müssen alles dafür tun, dass die Menschen, die bei uns aufgewachsen sind, auch in Zukunft bei uns wohnen und arbeiten können." Sein Ziel: "Der Landkreis Traunstein soll eine lebens- und liebenswerte Heimat für Familien und Betriebe bleiben und zukunftsfähig weiterentwickelt werden."

Nach zwölf Jahren im Amt kann Steinmaßl auf eine bewegte Karriere zurückblicken:

Hermann Steinmaßl: Seine Karriere in Bildern

2002:

  • Landrat Hermann Steinmaßl übernimmt für drei Jahre die EuRegio-Präsidentschaft. Er pflegt intensive Beziehungen zu den österreichischen Kommunen. 2003 nehmen erstmals Firmen und die Schulen aus dem Landkreis Traunstein an der Salzburger Berufsinformationsmesse (BIM) teil.
  • Erste Flutkatastrophe im Achental mit anschließender Spendenaktion.

2003:

  • Die Walter-Mohr-Realschule in Traunreut nimmt einschließlich des ursprünglich für spätere Jahre vorgesehenen zweiten Bauabschnitts den Betrieb auf.
  • Der Erweiterungsbau der Berufsschule II in Traunstein ist fertiggestellt.

2004:

  • Leistungsfähige Verkehrswege für die Wirtschaft im Landkreis Traunstein gehören für Landrat Hermann Steinmaßl zu den Kernthemen der Landkreispolitik. Er lässt daher eine Potenzialprognose für die Bahnlinie Traunstein – Garching erarbeiten. Und was nie jemand mehr für möglich gehalten hätte: Traunreut ist wieder mit Nahverkehrszügen an das Schienennetz angebunden. 2004 verabschiedet der Kreistag den ersten Verkehrsentwicklungsplan für den Landkreis Traunstein. Er enthält alle wichtigen Projekte von Gemeinden, Landkreis, Freistaat und Bund. Damit verfügt der Landkreis über eine Grundlage, aus der sich eindeutige Prioritäten ableiten lassen.
  • Der Landkreis Traunstein übernimmt das städtische Dr. Johannes Heidenhain-Gymnasium in Traunreut.
  • Die Kreiskliniken Traunstein - Trostberg GmbH und die Kliniken des Landkreises Berchtesgadener Land schließen einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel einer langfristigen Sicherung der optimalen medizinischen Versorgung für die Bevölkerung in beiden Landkreisen.
  • Die Landkreise Traunstein und Rosenheim besiegeln eine "Seenpartnerschaft" mit der chinesischen Millionen-Metropole Hangzhou.

2005:

  • Die Arbeitsgemeinschaft "Integration Traunstein" wird im Zuge der "Hartz IV"-Reformen gegründet. Ihr gehören Mitarbeiter des Landratsamts und der Agentur für Arbeit an.
  • Der zentrale Investitionsplan "Bildung und Infrastruktur" wird vom Kreistag beschlossen. Bis 2014 sieht er Straßen- und Schulbaumaßnahmen mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von 122 Millionen Euro vor.
  • Die Erweiterung der Reiffenstuel Realschule Traunstein ist abgeschlossen.
  • Zweite Flutkatastrophe im Achental sowie diesmal auch in Reit im Winkl.

2006:

  • Landrat Steinmaßl wird Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands Südostbayern ("Planungsregion 18"); Einleitung eines Entwicklungsgutachtens für die ganze Region.
  • Ein Altenhilfe-Plan wird verabschiedet.
  • Die Dach-GmBH "Klinik Plus" wird für die Kliniken der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land mit gemeinsamer Geschäftsführung gegründet. Ziel ist die Spezialisierung und damit auch die wirtschaftliche Führung der einzelnen Häuser.
  • Der Südflügel am Klinikum Traunstein wird eingeweiht.

2007:

  • Die drei Kreisalten- und Pflegeheime werden in eine GmbH umgewandelt. Damit ist ihr Bestand unter der Regie des Landkreises Traunstein gesichert.
  • Einweihung des Chiemgau-Gymnasium-Erweiterungstrakts mit Mensa.
  • Einweihung des Erweiterungstrakts des Hertzhaimer-Gymnasiums Trostberg.
  • Das Kliniken-Defizit wird auf eine "schwarze Null" reduziert.
  • In Traunreut wird mit der Sanierung der Muna-Altlasten (anmerk. d. Red.: Altlasten der damaligen Giftgasabfüllung in der Muna St. Georgen) begonnen.
  • Einweihung des Kreisverkehrs und er neuen Traunbrücke in Siegsdorf.
  • Grundsteinlegung zur Erweiterung der Berufsschule III.
  • Das Energiekonzept für den Landkreis Traunstein sieht die hundertprozentige Versorgung mit regenerativen Energien bis 2020 vor, es löst ein bundesweites Medienecho aus.
  • Mit der Grundsteinlegung zum neuen Annette-Kolb-Gymnasium investiert der Landkreis Traunstein 15 Millionen Euro in die Bildung.

2008:

  • Landrat Hermann Steinmaßl wird mit 55,86 Prozent im Amt bestätigt. Insgesamt standen sieben Kandidaten zur Wahl.
  • Grundsteinlegung für den Neubau der Turnhalle Traunreut.
  • Eröffnung des Mehrgenerationenhauses Traunreut.
  • Besuch des neuen Erzbischofs Reinhard Marx.
  • Erstmals Vergabe des Bürgerpreises.
  • Grundsteinlegung für die integrierte Leitstelle des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehr-Alarmierung in Traunstein.
  • Grundsteinlegung für den Erweiterungstrakt des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums in Traunreut.
  • Der Chiemgau-Tourismus wird neu ausgerichtet. Die Gemeinden sind ab jetzt viel stärker beteiligt und vernetzt. Marketingmittel werden gebündelt, um einen gemeinsamen starken Auftritt zu erreichen. Zusätzlich wird ein Hotel-Masterplan erarbeitet.
  • Das neue Annette-Kolb-Gymnasium wird eingeweiht. Das im einstigen sogenannten Scherbenviertel am Traunsteiner Bahnhof errichtete großzügige Gebäude setzt einen unübersehbaren positiven städtebaulichen Akzent.

2009:

  • Gemeinsame Sitzung der Kreistage Traunstein und Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall. Grundsatzbeschluss zur Fusionierung beider Kliniken-Gesellschaften.
  • Die Berufsschule III erhält eine Bodenhalle und ein Gewächshaus. In Traunreut wird mit der Einweihung der gemeinsamen Turnhalle von Johannes-Heidenhain-Gymnasium und Walter-Mohr-Realschule ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Schulstadt erreicht.
    • Wegen vieler maroder Brücken und Sicherheitsmängeln gibt die Autobahndirektion Südbayern bekannt, die Autobahn A 8 von Rosenheim bis Walserberg sechsstreifig ausbauen zu wollen. Der Plan sorgt in der Öffentlichkeit für heftige Diskussionen. Am 19.Mai 2009 findet im Landratsamt Traunstein eine Baukonferenz unter der Leitung von Bayerns Innenminister Joachim Hermann statt. Die Teilnehmer folgen einem Vorschlag von Landrat Hermann Steinmaßl und setzen als völliges Novum bei solchen Projekten einen Dialogprozess in Gang. Damit fällt der Startschuss für eine Reihe von Arbeitsgruppensitzungen, in denen die Belange der Anliegergemeinden und Interessenverbände gesammelt und diskutiert werden.
    • Der Ettendorfer Tunnel, mit einer Gesamtlänge von 725 Meter, befindet sich seit Juli 2009 im Bau und wird 2012 noch eröffnet. Der Tunneldurchstich 2010 markiert einen Meilenstein in einer mehr als vierzigjährigen Diskussion.
  • Die Initiative "Sonnenkreis Traunstein" wird ins Leben gerufen. Der Landkreis Traunstein wird Deutscher Meister der Solarbundesliga.

2010:

  • Die Erweiterung der Fachoberschule mit Berufsoberschule ist vollendet.
  • Einweihung der Integrierten Leitstelle in Traunstein.
  • Landrat Hermann Steinmaßl zu Besuch beim Reggae-Festival 2010 in Übersee.

2011:

  • Die Turnhalle am Sonderpädagogischen Förderzentrum wird eingeweiht.
  • Rund 80 Jahre wurde über den Bau einer Eisenbahnüberführung in Übersee diskutiert. Im Juli 2011 wird das imposante Kreuzugsbauwerk samt dem dazu gehörenden Kreisverkehr am Überseer Bahnhof eingeweiht. Mit 10,4 Millionen Euro Investitionskosten ist es das bislang größte Kreisstraßenprojekt in der Geschichte des Landkreises Traunstein. Gleichzeitig hat einer der letzten manuell bedienten Bahnübergänge ausgedient. Ebenfalls 2011 wird auch die neue Kreisstraßenbrücke über die Bahnlinie in Bernhaupten eröffnet.
  • Das sanierte und erweiterte Kreisaltenheim Trostberg ist bezugsfertig.
  • Die Arbeitsgemeinschaft Integration wird in das Jobcenter Traunstein umgewandelt.
  • Am 30. Juli 2011 übergibt Landrat Hermann Steinmaßl in Castel Gandolfo Papst Benedikt XVI. den goldenen Ehrenring des Landkreises Traunstein. "Als ich ihn kürzlich in Rom besuchen durfte, waren der Gruß an die Heimat und der Dank für den Tag von Castel Gandolfo seine ersten Worte", so Steinmaßl bei seiner Amtsübergabe vor wenigen Tagen.

2012:

  • Das Ruhpoldinger Vinzentinum kommt zu den Kliniken Südostbayern AG.
  • Der Bayerische Verfassungsgerichtshof bestätigt die Altersobergrenze für hauptberufliche Landräte und Bürgermeister von 65 Jahren. Damit darf auch Hermann Steinmaßl nicht erneut zur Wahl antreten. Die Reaktion des Landrats: "Ich fühle mich nicht gleichbehandelt. Ich wäre glücklich gewesen, wenn ich für mich selber hätte entscheiden können, ob ich noch mal kandidiere."

2013:

  • Anfang Juni traf den Landkreis Traunstein erneut ein Jahrhunderthochwasser. Hermann Steinmaßl ließ den Katastrophenfall ausrufen. "Die seit 2002 ergriffenen Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes brachten große Erfolge. Ohne sie wären die Schäden nachweislich immens höher gewesen, sie waren dennoch enorm", so Steinmaßl. Sein Dank galt besonders den tausenden ehrenamtliche Helfern, "die sich unermüdlich für unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und für deren Hab und Gut eingesetzt haben".
  • Die Ehrenamtskarte wird eingeführt. "Der Landkreis Traunstein tut sein Möglichstes, das Ehrenamt zu unterstützen und zu fördern. Ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung ist die Ehrenamtskarte. Erstmals konnte sie im Sommer (Feuerwehr) und seitdem an insgesamt 310 Ehrenamtliche ausgehändigt werden", erklärte Steinmaßl.
  • Der Kreistag spricht sich einstimmig für den Bürgerentscheid und mehrheitlich für die Olympiabewerbung aus. Die Bürger entscheiden sich bei der Abstimmung im November allerdings mehrheitlich gegen eine Bewerbung um die Olympischen Spiele. "Ich bin sichtlich enttäuscht. Aufgrund der hohen Wahlbeteiligung war ich eigentlich der Meinung, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Traunstein für Olympia abstimmen werden", so Steinmaßl.
  • Mit rund 20.000 Besuchern sind die Oberbayerischen Kulturtage im Landkreis Traunstein ein voller Erfolg. Steinmaßl: "Ich habe die große Begeisterung bei den Besuchern gespürt. Das hat den ganzen Landkreis bewegt."

2014:

Quelle: chiemgau24.de

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