Gewerbeverband Traunstein fordert

Pieperhoff: "Brauchen investitionsfreundliches Klima"

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"Die heimischen Betriebe brauchen ein investitionsfreundliches Klima und eine entsprechende Infrastruktur", davon ist der Gewerbeverband Traunstein und Umgebung überzeugt.

Traunstein - "Die heimischen Betriebe brauchen ein investitionsfreundliches Klima", ist eine klare Forderung des Gewerbeverbands Traunstein und dessen Geschäftsführer Jürgen Pieperhoff. Was nach Meinung des Verbands alles dazu gehört:

Auf der gemeinsamen Sitzung der regionalen Wirtschaftsverbände (Gewerbeverband Traunstein und Umgebung, Informationskreis der Wirtschaft Traun-Alz, IHK-Gremium Traunstein, Kreishandwerkerschaft Traunstein/Berchtesgadener Land, Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Traunstein, Wirtschaftsjunioren Traunstein, Wirtschaftsbeirat der Union Berchtesgadener Land/Traunstein) wurde Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr gehalten.

Herausforderungen für die Bayerische Polizei

Thomas Eberl vom Gewerbeverband erinnerte an den Jahresempfang der regionalen Wirtschaft in Bad Adelholzen mit dem äußerst informativen und ausgewogenen Referat des Münchener Polizeipräsidenten Hubertus Andrä zum Thema „Sicherheit in Bayern – Herausforderungen für die Bayerische Polizei“ mit den Schwerpunkten Migration, Terrorismus, Wohnungseinbrüche und Cyber-Kriminalität.

Der Jahresempfang 2017 verspreche mit dem Festredner Erzbischof Dr. Georg Gänswein wieder ein Höhepunkt zu werden.

Die im Jahr 2016 erstmals gemeinsam veranstalteten Ausbildungstage der Handwerkskammer im Bildungszentrum Traunstein und des Gewerbeverbands im Schulzentrum waren sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen (fast 3000) als auch der teilnehmenden Betriebe und Organisationen ein überwältigender Erfolg, freuten sich Kreishandwerksmeister Peter Eicher und der Vorsitzende des Gewerbeverbands Thomas Eberl. An diesen Erfolg gelte es auch 2017 anzuknüpfen.

Neuausrichtung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Über die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises auf das Regionalmanagement mit dem Ziel, die regionalen Firmen näher zusammenbringen, ihre Netzwerkstruktur und den regionalen Wissensaustausch der Unternehmen zu stärken, informierte die neue Geschäftsführerin, Dr. Birgit Seeholzer.

Zur aktuellen Entwicklung in der Region wurden auch kritische Stimmen laut: Robert Aigner vom Gewerbeverband Traunstein kritisierte die fast reflexhafte Ablehnung, die Unternehmen entgegenschlage, die in der Region investieren und sich erweitern wollten.

Selbst wenn es sich nicht um Neuansiedlungen, sondern die Erweiterung bestehender Betriebe handele, erfahren sie Widerstände!

Täglicher Kampf der Unternehmen in der Region

Stefan Neumann vom Informationskreis der Wirtschaft bemerkte dazu, dass derzeit zwar in der Region nahezu Vollbeschäftigung herrsche. Dies sei jedoch keineswegs selbstverständlich. Vielmehr müssten die Unternehmen in der Region täglich darum kämpfen, dieses Niveau zu halten und sich am Markt zu behaupten.

Unabdingbar dafür und damit für die Sicherheit der heimischen Arbeitsplätze seien Investitionen und die Fähigkeit, die Betriebe weiter zu entwickeln und zu erweitern. Dazu sei ein investitionsfreundliches Klima zwingend notwendig.

Leider stelle man zunehmend fast schon automatische Widerstände fest, sobald bekannt werde, dass ein Unternehmen expandieren und dazu bauen wolle, so Robert Aigner. Es herrsche ein investitionsfeindliches Klima. Betriebe sehen sich zunehmend als Umweltgefährder und Landschaftsverbraucher an den Pranger gestellt, sobald die Absicht für einen Neubau bekannt werde.

Es fehle oft an erschwinglichem Bauland für betriebliche Erweiterungen, aber nicht an Widerständen gegen das Bauen. Dies verteure, verzögere und verhindere sinnvolle Investitionen und gefährde damit langfristig die Arbeitsplätze in der Region.

Der Wohlstand in der Region hänge wesentlich vom Erfolg der heimischen Betriebe auf den regionalen und internationalen Märkten ab, betonte auch Nikolaus Binder vom IHK-Gremium.

Infrastruktur erhalten und schaffen

Dazu müsse neben Entwicklungsmöglichen für die Betriebe am Standort auch die nötige Infrastruktur sowohl für den Güter- als auch für den Datenverkehr geschaffen und erhalten werden.

Eine Abwanderung von Betrieben und der damit verbundenen Arbeitsplätze aufgrund von Problemen bei der Entwicklung und Anbindung von Standorten dürfe es nicht geben, so Binder.

Verzögerungen bei Aubergtunnels in Erinnerung gerufen

In diesem Zusammenhang erinnerte Dr. Michael Elsen vom Wirtschaftsbeirat an die Widerstände und Verzögerungen bei der Realisierung des Aubergtunnels.

Die Probleme hätten leider gezeigt, wie wenig auch eine frühzeitige und umfassende Information der Bürger an der grundsätzlichen Ablehnung solcher Projekte ändere.

Einig waren sich alle Beteiligten in der Forderung nach einem sechsstreifigen Ausbau der A 8 bis zur Landesgrenze und einer raschen Umsetzung des weiteren Ausbaus der B299/B304 mit den Ortsumfahrungen Altenmarkt und Trostberg.

Pressemeldung Gewerbeverband Traunstein und Umgebung

Quelle: chiemgau24.de

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