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Gedenkstein für eine jüdische Familie

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„Arbeit macht frei“: Gedenkstätte im Konzentrationslager Dachau.

Traunstein (CH-Z) - Die jüdische Viehhändlerfamilie Holzer ist am 10. November 1938 im Gefolge der Hetzkampagnen örtlicher NS-Organisationen von ihrem Anwesen in der Kernstraße 6 vertrieben worden.

Die Familie flüchtete sich nach München, dort wurden insgesamt neun Familienangehörige in verschiedenen Konzentrationslagern ermordet.

Da es bisher keine im Traunsteiner Stadtbild sichtbare Erinnerung an das Schicksal der Familie Holzer gab, hatte sich eine Initiative gebildet, um ein Zeichen der Erinnerung zu setzen. Durch Spenden von Bürgern und mit Unterstützung der Stadt Traunstein kann nun zum 71. Jahrestag der Pogromnacht der Gedenkstein vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Holzer in der Kernstraße enthüllt werden.

Bei der Enthüllung am Montag, 9. November, um 16 Uhr hält Oberbürgermeister Manfred Kösterke die Ansprache, musikalisch wird die Veranstaltung von Peter Dstàl-Berg untermalt, der das jüdische Schofarhorn bläßt.

Anschließend kann im Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) eine themenbezogene Ausstellung besucht werden. Die Leihgabe des Münchner Stadtarchivs "....verzogen, unbekannt wohin" schildert die Deportation von über 1000 Juden in ein Konzentrationslager, ergänzt um eine Ausstellung von Schülern des AKG über die Familie Holzer.

Friedbert Mühldorfer (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Kreis Traunstein) als einer der Initiatoren des Organisationsbündnisses, das sich um die Initiative gebildet hat, das sich aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund Kreisverband Traunstein, dem Kreisjugendring Traunstein, der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern sowie verschiedenen katholischen und evangelischen Kirchen und Organisationen in der Region zusammensetzt, weist darauf hin, dass der Spendenaufruf bisher auf eine breite Resonanz gestoßen sei. Trotzdem fehlten zur Deckung der Unkosten noch rund 1500 Euro.

wz/Chiemgau-Zeitung

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