Zwei Verhandlungen werden am Landgericht fortgesetzt

Vergewaltigung und Entführung: Prozesse fortgesetzt

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Traunstein - Zwei Prozesse werden am Donnerstag vor dem Landgericht fortgesetzt. Verhandlungen um eine vermeintliche Doppelvergewaltigung und eine mutmaßliche Entführung gehen in eine neue Runde.

Am Donnerstag wurden die beiden Verhandlungen, zum einen vor der 2. Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Erich Fuchs wegen Vergewaltigung und Freiheitsberaubung, und zum anderen vor der 6. Strafkammer unter dem Vorsitz von Dr. Jürgen Zenkel wegen erpresserischem Menschenraub, fortgesetzt.

Vierter Verhandlungstag wegen angeblicher Doppelvergewaltigung: Erneute Aussage des Opfers

Lesen Sie dazu:

In der Fortsetzung der Verhandlung gegen zwei 37 und 27-jährige Rumänen, wurde die Geschädigte, eine 40-jährige Rosenheimerin noch einmal vor Gericht befragt. Nachdem die Reinigungskraft bereits am ersten Verhandlungstag ihre Aussage zu den Vorgängen in einer Wohnung in der Nacht zum 23. Mai 2014 in einer Wohnung im Rosenheimer Stadtgebiet gemacht hatte, haben die beiden Verteidiger der Angeklagten eine erneute Befragung über Beweisanträge erwirkt. In ihrer ersten Aussage hatte die Rosenheimerin die beiden mutmaßlichen Vergewaltiger stark belastet. Bis heute schweigen die beiden Rumänen jedoch zu den Vorwürfen. Sie geben lediglich an, dass der Geschlechtsverkehr mit der Geschädigten in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt sei. Neue Erkenntnisse brachte auch die erneute Vernehmung der Zeugin und Geschädigten nicht.  Zu einem Urteil am vierten Verhandlungstag wird es jedoch nicht kommen. Der Prozess soll voraussichtlich am 8. Januar fortgesetzt werden.

Verhandlung wegen vermeintlicher Entführungsfälle: Vierter Verhandlungstag

Lesen Sie dazu:

Ebenfalls zum vierten Mal erschienen am Donnerstag drei mutmaßliche Entführer vor der 6. Strafkammer am Landgericht in Traunstein. Ihnen wir erpresserischer Menschenraub in zwei Fällen vorgeworfen. Während einem Opfer in Kiew die Flucht aus der Gewalt der Entführer gelungen sein soll, wurde das Trio im zweiten Fall zusammen mit dem zweiten Opfer erst kurz vor der tschechisch-polnischen Grenze von der Polizei festgesetzt. Konnte das erste vermeintliche Entführungsopfer bereits am zweiten Verhandlungstag befragt werden, gestalte sich die Ladung des anderen Opfers, das aus Altötting gekidnappt worden sein soll, schwierig. Richter Dr. Jürgen Zenkel gab an, dass eine Ladung des sich momentan in Moskau befindlichen Geschäftsmanns mehrere Wochen in Anspruch nehmen könnte. Laut Informationen der Bayernwelle sei daher ein Urteil im Fall noch in diesem Jahr eher unwahrscheinlich. Die Aussagen der Angeklagten und auch der unterschiedlichen Zeugen gestalteten sich an den vorangegangenen Prozesstagen teilweise sehr widersprüchlich.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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