Debatte im Stadtrat

Feuerwehr-Bau am Hochberg - und in Traunstein nur eine neue Heizung?

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Traunstein - Wie steht es um das Feuerwehrhaus in der Stadt und wo liegt die Zukunft der Wehr? Eine Heizung gab den Ausschlag für eine Grundsatzdebatte im Stadtrat. 

Eigentlich sollte der Stadtrat am Donnerstag nur die Erneuerung der Heizungszentrale der Traunsteiner Feuerwehr abnicken. Kostenpunkt 140.000 Euro - doch das Geld war hier nicht der Knackpunkt. "Anstatt nur die Heizung zu erneuern, sollte für die Traunsteiner Feuerwehr ein Gesamtkonzept her. Dort müsste überall was getan werden, es braucht neue Schließanlagen und es geht nass ein - aber andererseits bauen wir ein neues Feuerwehrhaus am Hochberg für 700.000 Euro, das verstehe ich nicht", so Stadtrat Ernst Harrecker. 

Neubau auch der Traunsteiner Feuerwehr - aber wann und wo?

Auch Feuerwehrreferent Sepp Hinterschnaiter gab Harrecker im ersten Punkt recht: "Außerdem meinten die Feuerwehrler zu mir, dass das mit der Heizung gar nicht so wichtig wäre." Oberbürgermeister Kegel hielt dagegen, dass eine Generalsanierung natürlich viel mehr Geld kosten würde, "und außerdem gibt es im Stadtentwicklungskonzept ISEK ja Überlegungen, die Feuerwehr an einem anderen Standort komplett neu zu bauen. Das wurde von manchen zuerst noch als Traumtänzerei abgetan". Wohn- oder Straßenbebauung ist auf dem Areal der Feuerwehr im ISEK vorgesehen.

Doch wie weit sind die Pläne für den Neubau der Traunsteiner Feuerwehr? Kann deshalb auf eine Sanierung des bestehenden Gebäudes an der Scheibenstraße verzichtet werden? "So schnell wird das sicher nicht gehen, zum Neubau hat sich noch niemand ernsthaft Gedanken gemacht - also können wir das Feuerwehrhaus in Traunstein nicht verfallen lassen", so auch Albert Rieder. 

Letztendlich folgte der Stadtrat mit einer Mehrheit von 16:8 Stimmen dem Vorschlag von Traudl Wiesholler-Niederlöhner: Das Thema wird vertagt, auch auf die Gefahr hin, dass die Heizungsbaufirma, die die Ausschreibung eigentlich gewonnen hat, Schadenersatzansprüche stellen könnte.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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