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Deutschem Krebsarzt wird Prozess gemacht

Salzburg/Traunstein - Mit einer höchst umstrittenen Eigenbluttherapie machte der Dermatologe, der unter anderem in Traunstein wohnte, falsche Hoffnungen. Nun wird ihm der Prozess gemacht.

Am Salzburger Landesgericht startet am heutigen Donnerstag ein aufsehenerregender Prozess um einen deutschen Dermatologen. Nachdem er schwer kranke Krebspatienten mit einer umstrittenen Methode behandelte, wird ihm nun von der Staatsanwaltschaft Salzburg gewerbsmäßiger, schwerer Betrug vorgeworfen.

Der Arzt, der lange in Traunstein wohnhaft war, wandte bei schwer kranken Krebspatienten die umstrittene Methode der Eigenbluttherapie an, bei der Bestandteile des Blutes so verändert werden sollen, dass die Aktivität von Immunzellen angeregt werden soll. Im Zeitraum zwischen 1991 und 2008 behandelte er vier Patienten in Bayern und Salzburg auf diese Methode und verlangte dafür hohe Summen. Unter Vorspiegelung einer wissenschaftlich-anerkannten Therapie soll der Dermatologe auf diese Weise weit über 65.000 Euro eingenommen haben.

Der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Hans Hege, bezeichnete den Mediziner bereits im Jahr 1998 als einen „Scharlatan, der mit der Hoffnung von Krebskranken Geld macht“.

Der "Krebsarzt" versuchte gegen die Anklage der Salzburger Staatsanwaltschaft zweimal vergeblich Einspruch einzulegen. Sollte der Dermatologe vor dem Landesgericht schuldig gesprochen werden, ist mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren zu rechnen.

rr

Rubriklistenbild: © pa

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