Salzsilo-Bau führt zu Grundsatzdebatte

Salz oder Split: Was ist günstiger und besser für die Umwelt?

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Traunstein - Ist das Wetter dementsprechend kann es im Salzlager der Stadt schon mal zu Engpässen kommen: Aus der Frage, ob ein neues Salzsilo gebaut werden soll, entwickelte sich nun aber eine Grundsatzdiskussion.

Wenn das Streusalz in der Stadt knapp wurde, konnte in den vergangenen Jahren noch immer das Lager des Staatlichen Bauamts "angezapft" werden, doch dort hat man die Zusammenarbeit mit den Kommunen in der Region inzwischen beendet. Der Finanzausschuss beriet deshalb am Dienstag über den Bau eines neuen, dritten Salzsilos - mit Ausnahme des Grünen-Stadtrates Wilfried Schott stieß das Vorhaben bei allen auf Zustimmung.

Salzen oder Split streuen?

"Unsere Fraktion ist gegen übermäßiges Salzen. Wir sollten lieber mehr Split streuen, anstatt noch ein Salzsilo zu bauen", meinte Schott. Salzen oder Split streuen? Eine Frage, die oft heiß debattiert wird - zum Beispiel auch in Hinblick auf Hunde, denen das Salz oft in den Pfoten schmerzt, weswegen in Traunstein bereits auch über einen ungesalzenen Hundeweg gesprochen wurde

Grünen-Stadtrat Schott.

Ein Hauptproblem beim Split: Den Split immer wieder einzusammeln und ihn zu waschen ist zeitaufwändig - die Entsorgung kann kompliziert und teuer werden. "Das alles kostet sicher genauso viel wie die Anschaffung vom Streusalz", gab Gerhard Hogger, Sachgebietsleiter für den Traunsteiner Straßenbau, zu bedenken. Auch Oberbürgermeister Christian Kegel sprach sich für den Bau eines dritten Salzsilos aus, das Salz habe letztlich auch eine bessere Wirkung als Split. Entscheiden wird letztendlich der Stadtrat am Donnerstag.

180-Tonnen-Salzlager für gut 100.000 Euro

Zwei Salzsilos mit einer Lagerkapazität von 150 Tonnen hat die Stadt im Bauhof derzeit. Die Menge reicht bei einem gewöhnlichen Winter für allerhöchstens vier Tage. Damit der Nachschub auch über Wochenenden und Feiertage gewährleistet ist, muss laut Stadtverwaltung teils sehr spekulativ gehandelt werden. Auch die Lieferzeit beträgt normalerweise drei Tage - daher kommt es manchmal zu Engpässen. 

103.000 Euro soll der Bau eines dritten Salzsilos kosten. Es soll eine Lagerkapazität von 180 Tonnen haben. Kubikmeter haben und noch bis zum Winter 2018/2019 gebaut sein. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch

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