Ausschreitungen bei Faschingsparty

War es das mit dem "Veitsdance"?

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke beim Faschingszug am Samstag.

Traunstein - Anwohner haben sich nach der Faschings-Party am Samstag über Müllberge, Wildbiesler und den Lärm beschwert. Jetzt überlegt die Stadt sogar, den "Veitsdance" einzustampfen.

Für einige Anwohner des Stadtplatzes war die Faschings-Party "Veitsdance", die jedes Jahr von den "Veitsgroma" Faschingsfreunden veranstaltet wird, kein Vergnügen. In Briefen und E-Mails an die Stadt beschwerten sie sich massiv über die Veranstaltung. Darin ist die Rede von mehr als acht Stunden andauerndem Lärm, der an Körperverletzung grenzen würde. Zudem hätten betrunkene Jugendliche an Türen und Fenster geschlagen, in Briefkästen uriniert und sich in Hauseingängen erbrochen. Der Stadtplatz und die umliegenden Gassen seien zur Kloake und Müllhalde geworden.

Für die Stadt kein ganz unbekanntes Problem: "Es gab schon immer gewisse Ausschreitungen. Aber nicht in so einer Massivität, wie sie uns jetzt geschildert wurde", berichtet Oberbürgermeiste Manfred Kösterke. Zusammen mit dem Veranstalter des "Veitsdance", dem Ordnungsamt, der Polizei und dem Bauhof werde man nun die Situation genau analysieren und die Beschwerden verifizieren. Kösterke: "Wir werden uns ein Konzept überlegen, dass auch für die Anwohner erträglich ist."

Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Faschings-Party am Stadtplatz in diesem Jahr zum letzten mal stattgefunden hat, denn "die Stadt braucht den 'Veitsdance' nicht unbedingt", so der Oberbürgermeister. Er spricht sich aber auch klar dagegen aus, alles nur einem Veranstalter anzulasten. "An diesem Abend gab es verschiedene Veranstaltungen in den Gaststätten am Stadtplatz. Wo die Leute hergekommen sind, die für die Beschwerden gesorgt haben, ist also schwer einzuschätzen." Was das Lärmproblem anbelangt, so habe es im Vorfeld klare Auflagen für die Veranstalter gegeben. "Wir werden nun mit der Polizei abklären, ob es Verstöße gegen diesen Genehmigungs-Bescheid gegeben hat."

Hier wurde noch fröhlich gefeiert beim "Veitsdance"

Veitsdance am Stadtplatz

Die Party an einen Platz außerhalb der Stadt zu verlagern, wie es einige unserer User vorgeschlagen haben, hält Kösterke nicht für sinnvoll: "Der 'Veitsdance' ist eine Folgeveranstaltung des Festzuges, der ja am Stadtplatz endet. Wenn wir nun die Party außerhalb der Stadt veranstalten, müssten die Leute wieder weiterziehen." Er will sich aber bislang keiner Idee verwehren. "Denkbar ist alles. Wir müssen die Vorschläge jetzt sorgfältig abwägen."

Quelle: chiemgau24.de

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