Stadtrat: "Diese Kröte würde ich schlucken" *Mit Voting*

Neue Hoffnung für Marienstraße? Hausbesitzer schlägt Stadt Deal vor

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Um neue Geschäfte in den ehemaligen Läden von Juhasz und Schürnbrand anzusiedeln, will der Hauseigentümer genug Platz zur Anlieferung. Für ein einheitliches Straßenbild mit durchgehendem Radweg würde die Stadt dafür 17 Parkplätze streichen. Entschieden ist noch nichts. 
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Traunstein - Die Marienstraße ist schon seit Jahren eines der Sorgenkinder der Innenstadt. Doch jetzt schlägt der Hauseigentümer der Stadt einen Deal vor, wie der Leerstand beseitigt werden könnte.

Schon lange stehen die beiden Häuser Nummer 6 und 8 in der Marienstraße leer. Früher waren hier die Läden von Juhasz und Schürnbrand. Wie im Planungsausschuss am Dienstag bekannt wurde, hat sich nun der Hauseigentümer an die Stadt gewandt: Der Hauptgrund für den Leerstand sei die schwierige Anliefersituation. Schon 7,5-Tonner oder kleinere Lieferfahrzeuge würden wegen der parkenden Autos kaum durch die Marienstraße kommen. Ergo: Schafft die Stadt vor den Häusern Platz zur Anlieferung, könnten neue Geschäfte einziehen.

Viele Parkplätze in der Marienstraße müssten wegfallen

"Wenn sich bei dieser jahrzehntealten Ruine etwas tut, würde ich schon eine kleine Kröte schlucken", kommentierte es Robert Sattler. Damit für alle - Lkw, Durchgangsverkehr, Radfahrer, Fußgänger - genug Platz ist, müssten laut Stadtverwaltung 17 Parkplätze auf der Nordseite der Marienstraße wegfallen. "Die jetzige Aufteilung der Straße ist eigentlich eh nicht mehr zeitgemäß", so Manfred Bulka vom Ordnungsamt. Auch für Radler könnte eine Neugestaltung von Vorteil sein. 

Ganz in Vorleistung wird die Stadt aber nicht gehen: "Wir setzen das erst um, wenn Nägel mit Köpfen gemacht sind", so Oberbürgermeister Christian Kegel. Dabei wolle man einerseits die genauen Pläne des Hauseigentümers wissen, zum anderen sollte die langfristige Parkplatzsituation in Traunstein geklärt sein, zum Beispiel wie es am Karl-Theodor-Platz weitergeht. Fürs erste gab es aber volle Zustimmung vom Planungsausschuss.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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