Erneute Revision im "Autobumser"-Fall

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Traunstein/Mühldorf - Auch der zweite Freispruch gegen einen 51-jährigen "Autobumser" ist nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat erneut Revision eingelegt.

Die "Autobumser-Bande" wird die Justiz auch in Zukunft beschäftigen. Bereits zum zweiten Mal ist ein 51-jähriges Mitglied der Gruppe vom Vorwurf der Anstiftung zum Mord freigesprochen worden, woraufhin die Staatsanwaltschaft zum zweiten Mal Revision zum Bundesgerichtshof einlegte. Der Freispruch ist damit nicht rechtskräftig.

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Bereits in einem Verfahren Anfang 2012 versuchte die Staatsanwaltschaft Traunstein, dem 51-jährigen "Autobumser" aus Heldenstein nachzuweisen, aus dem Gefängnis heraus einen Auftrag zum Mord erteilt zu haben. Angeblich wollte er einen Kronzeugen für ein Kopfgeld in Höhe von 10.000 Euro umbringen lassen. Im ersten Verfahren sah es das Gericht jedoch nicht als erwiesen an, dass der Heldensteiner einen konkreten Mordauftrag ausgesprochen hatte. Dieser würde erst dann zustande kommen, wenn gezielte Vorbereitungen getroffen werden, hieß es damals. Nach einer erfolgreichen Revision durch die Staatsanwaltschaft war es nun erneut zu einem Prozess gegen des 51-Jährigen gekommen - mit einem erneuten Freispruch.

Ob die Staatsanwaltschaft ein weiteres Mal mit der Revision Erfolg hat, wird sich höchstwahrscheinlich erst in einigen Monaten entscheiden. In der Regel vergehen bis zu einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs sechs bis neun Monate. Gegebenenfalls müsste dann erneut über den Vorwurf der Anstiftung zum Mord verhandelt werden.

Der 51-jährige "Autobumser" aus Heldenstein verbüßt derzeit eine sechseinhalbjährige Haftstrafe wegen anderer Delikte, darunter Versicherungsbetrug, Waffenhandel in mehreren Fällen und Brandstiftung an einem Auto. Die "Autobumser-Bande" hatte mit vorsätzlichen Unfällen einen Schaden in Höhe von insgesamt rund 400.000 Euro verursacht. Im jüngsten Prozess hatte der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren beantragt, worin die bereits rechtskräftigen sechseinhalb Jahre enthalten gewesen wären.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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