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Wegen eines Formfehlers vertagt

"Versuchter Mord" in Burghausen: Prozessauftakt verschoben

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Traunstein/Burghausen – In Kurzform lautet die Anklage auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Seit Dienstag müssten sich eigentlich drei Burghauser vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Dieser eigentliche Prozessauftakt wurde vertagt.

Das ist offenbar passiert:

  • Der Geschädigte hatte sich bei seinen späteren Peinigern eine „nicht näher bekannte Menge einer zentral dämpfenden Substanz“ spritzen lassen.
  • Es kam zum Atemversagen und Verlust des Bewusstseins.
  • Die drei Angeklagten aus Burghausen sollen daraufhin den Geschädigten geschlagen und ihm eine selbst hergestellte Salzlösung gespritzt haben, um ihn zurück zu holen.
  • Zeugen sollen die Angeschuldigten darauf hingewiesen haben, dass der Geschädigte dringend ärztliche Versorgung braucht.
  • Die Angeschuldigten sollen eine ausgebildete Ersthelferin davon abgehalten haben, Erste Hilfe zu leisten. Das haben die Angeschuldigten offenbar verhindert. Einer schlug sie laut Ermittlungen mit der flachen Hand ins Gesicht. Das Handy dieser Zeugin wurde ihr abgenommen. Einer weiteren Zeugenaussage zufolge sollen Angeschuldigte gesagt haben: „Du rufst keinen Krankenwagen!“.
  • Der Geschädigte wurde offenbar anschließend in eine Badewanne verbracht und „fortlaufend mit kaltem Wasser übergossen“. Die Anklage sieht nach der offenbar eingetretenen Blaufärbung des Gesichtes des Geschädigten, dass die Angeschuldigten „zumindest billigend“ eine Unterkühlung des Geschädigten in Kauf genommen haben. Heftige Schläge sollen ihm zu diesem Zeitpunkt angetan worden sein.
  • Erneut wurden die Angeschuldigten offenbar durch Zeugen dazu animiert, den Notarzt zu rufen, was die allerdings weiter ablehnten. Schließlich wurde doch den Notarzt gerufen, der dann auch eintraf. Da hatten die Angeschuldigten die Wohnung aber offenbar schon verlassen.

Prozessauftakt verschoben

Wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet, wollte das Schwurgericht am Landgericht Traunstein die drei Angeschuldigten, den Geschädigten und Zeugen hören. Wegen eines Formfehlers bei der Ladung ist daraus aber offenbar nichts geworden. Der Prozess wurde auf den 8. Februar vertagt. Da soll das Programm des eigentlich angesetzten ersten Prozesstages nachgeholt werden.

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Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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