Amtsübergabe im Traunsteiner Rathaus:

Kösterke: "Es war eine befriedigende Zeit"

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Traunstein - Stabwechsel im Traunsteiner Rathaus: Am Montag erfolgte in einer Zeremonie die Amtsübergabe des bisherigen Oberbürgermeisters Manfred Kösterke an den neuen OB Christian Kegel.

Die Beiden bewarben sich bei der Kommunalwahl im Frühjahr diesen Jahres um das Amt des Oberbürgermeisters in Traunstein. Amtsinhaber Kösterke - seit 2008 Oberbürgermeister in Traunstein - unterlag dabei dem Überraschungssieger Kegel in der Stichwahl. Die Nachwahl im Jahr 2008 führte zu einer veränderten Amtszeit des Oberbürgermeisters in Traunstein, die erst mit dem 14. Juli beginnt. Nachdem sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Nachmittag bereits vom bisherigen Amtsinhaber verabschieden und den "Neuen" begrüßen konnten, waren am Abend die Mitglieder des Traunsteiner Stadtrats, Abteilungs- und Amtsleiter der Stadtverwaltung sowie geladene Gäste in den alten Ratssaal gekommen. Auch Familienmitglieder Kegels waren aus seiner Heimat, dem niederbayerischen Kelheim angereist und freuten sich über den Schritt Kegels hin zum neuen Traunsteiner Rathauschef. Oberbürgermeister Manfred Kösterke begrüßte die Gäste in gelassener Stimmung.In seiner Rede sprach er von einem der "forderndsten aber auch schönsten Ämter". Man könne die Stadt mitbegleiten und mitgestalten und bekomme das unmittelbare Ergebnis schnell zu sehen und zu spüren. Nicht ohne Stolz betonte er in seiner Rückschau, dass er zusammen mit dem Stadtrat "einiges erreicht" habe. So seien in seiner Amtszeit als Stadtoberhaupt trotz Weltwirtschafts- und Finanzkrise über 60 Millionen Euro in die Stadt investiert, gleichzeitig aber 10 Millionen Euro Schulden abgebaut worden. Großprojekte wie beispielsweise die Fusion dreier Traunsteiner Fußballvereine und der Bau des Sportzentrums in Empfing fielen genauso in seine Amtszeit wie auch die Verlängerung der Südspange und der verbesserte Hochwasserschutz für die Große Kreisstadt. Persönlich sei für ihn der Besuch und dem "beeindruckenden Treffen bei unserem Heiligen Vater in Rom" einer der Höhepunkte gewesen.

"Es war eine rasante, unheimlich fordernde, aber auch befriedigende Zeit" sagte Kösterke. Er freue sich, dass er nahezu alle Versprechen aus dem Wahlkampf 2008 einhalten konnte. "Ich gebe hoch erhobenen Hauptes mein Amt an Christian Kegel ab."

Kösterke wird künftig in Traunstein wieder in seinem gelernten Beruf arbeiten: Der Traunsteiner ist Rechtsanwalt und geht in seine Soziäität zurück. Sein politisches Wirken sieht er im Kreistag, in den er wieder gewählt wurde, wogegen ihm eine Mitarbeit im Traunsteiner Stadtrat aufgrund der unterschiedlichen Amtsperioden nicht möglich war und Kösterke diesem nicht mehr angehört.

Klare Ziele, Willen und Überzeugungskraft

Zweiter Bürgermeister Hans Zillner sagte im Namen des Traunsteiner Stadtrats, die zurückliegenden sechs Jahre seien "gute Jahre" für Traunstein gewesen. "Du hast vieles vorangetrieben, warst Moderator und Taktgeber" sagte er an den scheidenden Oberbürgermeister gewandt. Er habe klare Ziele vor Augen gehabt und den nötigen Willen und die Überzeugungskraft gezeigt. Zillner dankte im Namen des Traunsteiner Stadtrats und persönlich für die "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit" und überreichte Kösterke ein künstlerisches Werkstück und seiner Ehefrau Ursula einen Strauß Blumen. An den neuen Oberbürgermeister gerichtet betonte er, er hoffe auf eine "gedeiliche Zusammenarbeit über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg." Auch für die OB-Gattin Konstanze Kegel gab es im Nachgang einen Blumenstrauß.

Kösterke überreichte dem neuen Stadtoberhaupt die Amtskette des Oberbürgermeisters, die dieser künftig bei besonderen, herausragenden Ereignissen, Veranstaltungen und Besuchen tragen wird.

Respektvolle Worte an den scheidenden Oberbürgermeister

Der neue Oberbürgermeister Kegel sah den Tag musikalisch in Anlehnung an ein Lied der „Toten Hosen“, wobei er den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft in den Textwunsch mit einbezog: „An Tagen wie diesem, wünscht man sich Unendlichkeit“. Der Wahlabend vor einigen Monaten habe ein unerwartetes Ergebnis gebracht. "Aber der Wählerwille an dem Tag ist ein Mysterium" so Kegel, der an Lob an seinem Vorgänger nicht sparte: "Wie du mit der Entscheidung umgegangen bist, hat mich sehr imponiert und berührt." Sie hätten in viele ähnliche Sichtweisen und kennen sich gerade über den Traunsteiner Sport seit vielen Jahren. "Du warst ein Mann der Tat" sagte er über Kösterke und betonte, er sei sich der Dimmension seiner neuen Aufgabe bewußt: "Ich steige in große Fußabdrücke", du hast Spuren hinterlassen" betonte der frühere Gymnasiallehrer.

Er freue sich, für die Traunsteiner Bürger eintreten zu können, damit gemeinsam Ziele erreicht werden können und bat gleichzeitig um Verständnis, dass er etwas Zeit brauche, in die Abläufe und Prozesse seiner Arbeit hineinzuwachsen. Im Nachgang zu der Feierstunde, die von der Stadtmusik gewohnt professionell musikalisch untermalt wurde, standen die Anwesenden noch lange im Schrannensaal zum gemütlichen Ausklang zusammen.

Amtsübergabe im Traunsteiner Rathaus

awi

Quelle: chiemgau24.de

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